15.10.2015 | Technologie

Digitalisierung stößt beim Top-Management auf Widerstand

Die jüngeren Führungskräfte sind die treibende Kraft er Digitalisierung, während das Top-Management (noch) abwehrt.
Bild: Digital Vision

Die Entwicklungsprozesse in der Digitalisierung gestalten sich noch sehr zäh. Nur 40 Prozent der Führungskräfte in der Chefetage wollen künftig verstärkt in digitale Technologien investieren. Und nur 29 Prozent der Top-Manager erkennen den technologischen Fortschritt als unverzichtbar an. Zu diesem Ergebnis kam das Digital Intelligence Institute (Dii).

Die Vergleichsstudie "Digitale Affinität ist seit 2011 spürbar gestiegen" hat hingegen die jüngeren Führungskräfte als treibende Kraft in der Digitalisierung identifiziert: Digitale Technologien sind für zwei Drittel unverzichtbar geworden und 69 Prozent der bis 30-Jährigen fordern Investitionssteigerung in diesem Bereich. Dagegen erkennen nur 39 Prozent der Mitarbeiter bis 50 Jahre - unter anderem das Top-Management - diese Notwendigkeit an.

Digitalisierung: Frauen scheinen skeptischer als Männer zu sein

Die Investitionsbereitschaft weiblicher Führungskräfte (43 Prozent) ist deutlich zurückhaltender, als die der Männer (52 Prozent). Im Vergleich zu 2011, ist der Anteil der deutlichen Befürworter bei den männlichen und weiblichen Führungskräften, die diese Technologien als unverzichtbar einschätzen, fast gleich geblieben. Doch der Kreis der Skeptiker hat sich bei den Frauen seit dieser Zeit deutlich weniger verkleinert und ist aktuell mit 25 Prozent doppelt so groß wie bei den männlichen Vorgesetzten.

Für die Studie befragt wurden mehr als 1.000 Firmenchefs, Fachbereichsverantwortliche und Teamleiter.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Online-Marketing

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