28.05.2013 | Digitalisierungsbarometer

Social Media spielt im Mittelstand geringe Rolle

In Sachen Social Media tun sich Mittelständler nur vereinzelt hervor.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Initiative Antrieb Mittelstand hat sich mit dem Digitalisierungsgrad im deutschen Mittelstand beschäftigt. Besonders fällt dabei auf, dass eine Homepage immer noch nicht selbstverständlich ist, und dass in Sachen Social Media und Cloud noch gepflegte Zurückhaltung geübt wird.

Wie digital ticken kleine und mittlere Betriebe in Deutschland? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, hat Antrieb Mittelstand 1.550 IT-Entscheider aus Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftszweige zu ihrem Internetnutzungsverhalten befragt. Konkret ging es im "Digitalisierungsbarometer" um die Bereiche Online-Vermarktung, IT/TK-gestützte Prozesse, Mobiles Arbeiten und Cloud Services. Anhand sogenannter Digitalisierungspunkte (DP) soll das Barometer anzeigen, wie intensiv sich die einzelnen Branchen mit dem Thema auseinandersetzen. Dem Durchschnitt wurde der Wert 100 DP zugewiesen.

Platz eins mit 125 DP belegen die "professionellen Dienstleistungen". Dazu zählen die Studienautoren zum Beispiel Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen sowie Wirtschaftsprüfungen und Ingenieurbüros. Platz zwei belegen mit 117,4 DP Firmen aus dem Bereich "Finanzen/Versicherungen/Immobilien". Den größten Aufholbedarf haben das Gastgewerbe sowie Firmen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Der Handel kommt auf 109,4 DP. Auffallend: Je größer das Unternehmen, desto digitaler die Betriebsabläufe.

78 Prozent der Studienteilnehmer verfügen über eine eigene Homepage. Allerdings haben lediglich 42 Prozent der Unternehmer ihre Homepage nach SEO-Kriterien gestaltet. Keinerlei Interesse an einem Online-Auftritt haben 13 Prozent der Befragten, die restlichen neun Prozent denken darüber nach. Einen Onlineshop betreiben derzeit nur 16 Prozent der Befragten, und lediglich elf Prozent geben an, Online-Werbung zu schalten. Auch beim Thema Social Media liegt der Mittelstand noch zurück: Nicht einmal ein Viertel der Befragten (23 Prozent) nutzen Facebook oder Twitter. Immerhin zehn Prozent haben das Thema zumindest auf der Agenda. Ebenfalls interessant: 30 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf professionelles Beziehungsmanagement.

Die Ergebnisse zur Cloud: Aktuell bezieht nur jedes zehnte mittelständische Unternehmen Sicherheitslösungen aus der Wolke. Rund acht Prozent nutzen andere Software (etwa CRM- oder ERP-Anwendungen) aus der Cloud. Besonders interessant dabei: Die momentane Zurückhaltung ist – im Gegensatz zu den anderen Themen des Digitalisierungsbarometers – weitgehend unabhängig von Branche und Mitarbeiterzahl.

Schlagworte zum Thema:  Mittelstand, CRM, Social Media, Online-Marketing

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