28.10.2015 | Digitale Transformation

Digitalisierung muss von Personalabteilungen vorangetrieben werden

Junge digital-affine Mitarbeiter zu finden, ist eine zentrale Aufgabe der Unternehmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei der Digitalisierung sind die Mitarbeiter der zentrale Faktor. Das belegt die Studie "Digitale Exzellenz“ von Sopra Steria Consulting und der Universität Hamburg. Entsprechende Prozesse müssen deshalb auch von den Personalabteilungen vorangetrieben werden.

Alle Geschäftsbereiche müssen die digitale Transformation eines Unternehmens unterstützen. Dies gilt insbesondere für den Bereich HR. Schließlich bestätigen 90 Prozent der Befragten, dass die Mitarbeiter der wesentliche Erfolgsfaktor eines Unternehmens sind.

Digitalisierung im Bereich Human Resources umfasst demnach zwei Dimensionen: Zum einen übernimmt die Abteilung wichtige Aufgaben als Change-Management-Experte, Führungskräfteentwickler sowie Personal- und Informationsentwickler, um die Mitarbeiter auf die Digitalisierung vorzubereiten. Zum anderen muss die Abteilung die Digitalisierung konsequent für die Weiterentwicklung und Optimierung der eigenen Prozesse und Instrumente nutzen. Das bedeutet, dass erst eigene Einsatzmöglichkeiten für digitale Prozesse identifiziert werden müssen, bevor passende Lösungen erarbeitet werden können.

Digitalisierung beeinflusst Recruiting

Eine zentrale Aufgabe: Die Gewinnung von Nachwuchskräften. Rund 80 Prozent der Entscheider bestätigen, dass sich der Wettbewerb um Fachkräfte verschärft hat und auch in Zukunft weitergehen wird. Da diese potenziellen Mitarbeiter eine hohe digitale Affinität auszeichnet, müssen Recruiting-Prozesse und –instrumente entsprechend angepasst werden. Bislang bestätigen nur 30 Prozent der Befragten, dass sie in diesem Bereich bereits aktiv geworden sind.

Handlungsbedarf besteht auch bei der Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter. Auf sie kommen neue Aufgaben hinzu, nicht zuletzt, weil sich die Erwartungshaltung von Kunden und Partnern aufgrund neuer technischer Möglichkeiten ändert.

Knapp 70 Prozent der Führungskräfte sind auf die Digitalisierung nicht oder nur schlecht vorbereitet. In rund der Hälfte der Unternehmen versucht man dem mit Schulungen zu begegnen. Damit und mit der Suche nach neuen Mitarbeitern, die den digitalen Wandel begleiten, muss sich der Bereich HR nun intensiv befassen.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Online-Marketing

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