05.06.2015 | Top-Thema Digitalisierung: Alle Macht den Kunden

Die Digitalisierung des Marketing ist überlebenswichtig

Kapitel
Always on, und dann mobil: So lautet die Devise für viele Menschen heute.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Rund 80 Prozent der Deutschen sind online. Davon nutzen 50 Prozent das Internet mobil. Unternehmen sollten sich also etwas einfallen lassen, um die Kunden auch weiterhin im digitalen Zeitalter zu erreichen.

Warnende Worte der Experten, der Medien und der Dienstleister – wer die digitale Transformation verschläft, wird als Unternehmen aussterben. Kursiert da wieder ein leeres Schlagwort? Nein, denn viele Kunden sind schon längst digital unterwegs und die meisten Unternehmen hinken ihren Kunden noch hinterher. Und doch geht es nicht darum, Panik und Angst zu verbreiten – sondern darum, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen. So wie es Vorreiter wie Amazon, Airbnb und Mytaxi längst bewerkstelligen.

"Wer die digitale Transformation verschläft, wird als Unternehmen vom Markt verschwinden."

Was bedeutet das nun für bestehende Unternehmen? Für den Mittelstand? Für den Maschinenbauer? Vor allem für das Marketing dieser Unternehmen? Und in welchen Aufgabenbereich fällt die Digitalisierung: IT-Abteilung oder Marketing?

Internetnutzung heißt heute Mobile

Rund 80 Prozent der Deutschen sind online. Davon nutzen 50 Prozent das Internet per mobilem Endgerät wie Smartphone oder Tablet. Dies geht aus der aktuellen ARD-ZDF-Online-Studie hervor. Entsprechend werden immer mehr Kaufentscheidungen mobil getroffen, unabhängig von Zeit und Ort. Unternehmen sollten sich also etwas einfallen lassen, um die Kunden auch weiterhin im digitalen Zeitalter zu erreichen. Einhergehend mit dem Nutzerverhalten verändert sich auch die Beziehung zum Kunden. Immer Internet, immer digital, immer online – das macht die Zielgruppe von heute aus.

Interaktion ist gefragt

Darüber hinaus möchte der Kunde mit dem Unternehmen oder der Marke in Kontakt treten und mitbestimmen: Über die Website, Social Media und Messenger wie Whatsapp. Er möchte Antworten auf seine Fragen, er sucht online nach Beratung und fragt parallel seine eigene Community. Und hier sprechen wir nicht nur von Digital Natives. Auch Menschen 60+ sind im Internet unterwegs. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche hängt eng mit einer Machtverschiebung auf dem Markt zusammen. Die Kunden geben eindeutig den Takt vor.

Der Kunde muss neu in den Fokus

Was erwartet der Kunde also? Marketingverantwortliche sollten ihre Zielgruppen neu in den Fokus rücken. Nicht umsonst sprechen die Analysten von Forrester vom Zeitalter des Kunden. Es geht also darum zu verstehen, was der Kunde möchte – und das in Echtzeit, individualisiert, transparent und jederzeit über alle Kanäle hinweg. Dazu müssen nicht nur Prozesse und Reaktionszeiten beschleunigt werden, das gesamte Unternehmen muss sich digital transformieren ("Mach es dem Kunden leicht, Dich zu erreichen"). Vorhandene Daten sind in Wissen über die Kunden zu verwandeln und die Chancen der mobilen Ausrichtung sind zu nutzen.

Ohne die IT geht es nicht

Für den Marketingmanager bedeutet das: Er ist Big-Data-Analyst, Social-Media-Profi, "Kundenversteher", Multichannel-Player und Mobile-Experte in einem. Und natürlich darf die Sicherheit der Kundendaten nie aus den Augen gelassen werden. Damit ist er auch als Security-Spezialist gefragt. Wie soll das funktionieren – ohne die Digitalisierung des Marketings? Hierbei sind geeignete Tools gefordert, aber kein App-Sammelsurium, und es benötigt die Unterstützung der IT.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Marketing, Big Data, Mobile, Customer Experience

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