20.12.2012 | Digitales Marketing

Das sind die Trends 2013

Die Verknüpfung von TV mit anderen Kanälen sollte 2013 gelingen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Auf welche digitalen Trends sich Unternehmen 2013 einstellen müssen, hat der Marktforscher Millward Brown ermittelt. Es sind Display Werbung, Mobile Marketing und natürlich Social Media. Außerdem werde Facebook die Monetarisierung seines Geschäftsmodells weiter vorantreiben.

Dr. Bernd Büchner, Deutschland-Geschäftsführer von Millward Brown, erwartet für das kommende Jahr ein deutliches Wachstum in den Bereichen Display Werbung, Mobile Marketing und Social Media. Triebfedern dieser Entwicklung seien weitere technologische Fortschritte, die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle und die gestiegenen Erwartungen der Verbraucher an digitale Werbeformate. Als einen der zentralen neuen Trends nennen die Marktforscher von Millward Brown die fortschreitende Monetarisierung von Facebook, eine Entwicklung, die in den letzten Tagen bereits in der Presse besprochen wurde. Werbung soll deutlich interaktiver werden und sich viel direkter als bislang an die Mitglieder wenden. Außerdem soll der klassische Newsfeed um Werbemodelle wie gesponserte Stories erweitert werden. Dies soll insbesondere den Umsatz in den USA ankurbeln.

Herausforderung für Marketer
Büchner sieht in den Entwicklungen enorme Chancen, User mit kreativen Formaten anzusprechen und langfristig zu binden. Keine ganz leichte Aufgabe fürs Marketing, denn Bildsprache und Botschaften müssen dann so aufeinander abgestimmt sein, dass die Inhalte als qualitativ wertvoll und nicht als rüder Eingriff in den privaten Account empfunden werden. Es werde interessant sein zu beobachten, wie Facebook mit den Reaktionen der Nutzer umgehe, so Büchner. Er glaubt nicht, dass alle Nutzer die neuen Werbemodelle gutheißen werden.

Social TV wird wachsen
Die Furcht der Industrie vor der digitalen Revolution hat sich als unbegründet erwiesen, das Web hat das Fernsehen nicht ersetzt. Im Gegenteil, Studien belegen, dass noch nie so viel ferngesehen wurde wie heute. Eine Herausforderung bleibt dabei die Interaktion über die anderen Kanäle hinweg. Das wird sich 2013 nicht ändern. Sozialen Netzwerken und Apps wie Zeebox ist es bereits gelungen, Konsumenten und Marketern die Möglichkeiten des Social TV aufzuzeigen. Das Unternehmen zeigt Nutzern, welche Sendungen Freunde und Bekannte sich gerade anschauen, bietet Interaktionsmöglichkeiten und liefert Zusatzinformationen zu den Sendungen. Millward Brown sieht hier Potenzial: Zwar würden sich gewisse Zuschauergruppen auch weiterhin eher passiv verhalten, ein wachsendes Publikumssegment werde jedoch mitmachen, sich aktiv in Formate einbringen und interessante Stories mit- und weiterentwickeln. Dies böte zwar einerseits große Chancen, andererseits stellten sie Marketer aber auch vor die Herausforderung, den Content so maßzuschneidern, dass er Verbraucher über die unterschiedlichen Kanäle anspreche. Ein Hashtag oder ein Tweet reichen dann nicht mehr aus.

Schlagworte zum Thema:  Marktforscher, Social Media, Online-Marketing

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