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Digitale Wirtschaft besteht auch im internationalen Vergleich

Die USA sind unangefochten top in der Digitalen Wirtschaft.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Digitale Wirtschaft in Deutschland ist im Aufwind, wenn auch nicht Weltspitze. Dies geht aus einer Studie von TNS Infratest hervor. Punkten kann Deutschland unter anderem mit der Infrastruktur. Die Unternehmen wollen durch's Netz vor allem näher an Kunden und Partner rücken.

TNS Infratest Business Intelligence hat gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die zentralen Kennzahlen für die Leistungsfähigkeit der deutschen Digitalen Wirtschaft erhoben. Demnach erreicht die digitale Wirtschaft hierzulande im 15-Länder-Vergleich des "Monitoring-Reports Digitale Wirtschaft 2012" Platz sechs (ein Platz besser als im Vorjahr). Nach Umsätzen ist Deutschland gar die viertgrößte IKT-Nation weltweit. Unangefochtener Spitzenreiter des Gesamtranking sind die USA mit 76 Punkten, gefolgt von Südkorea mit 64 Punkten auf Platz zwei. Rang drei belegt Japan, China Rang neun.

Die IKT-Branche hierzulande setzt laut Report jährlich 222 Milliarden Euro um, und Investitionen in IKT sind für gut ein Fünftel des gesamtwirtschaftlichen Produktivitätswachstums verantwortlich. Die Internetwirtschaft wiederum bringt es mittlerweile auf 75 Milliarden Euro. Ein "beträchtliches Transaktionsvolumen" entfalle beim E-Commerce auch auf den B2B-Bereich, heißt es in der Studie.

Der Standort Deutschland verfügt laut TNS über eine gut entwickelte technische Infrastruktur. Den fünften Platz im internationalen Vergleich erreicht Deutschland in diesem Feld vor allem, weil Hardware wie Computer, Mobiltelefone oder Smartphones hierzulande weit verbreitet ist. So liegt zum Beispiel die Mobilfunkpenetration mittlerweile bei 132 Prozent. Deutschland belegt mit diesem Wert allerdings nur Rang drei hinter Finnland (166 Prozent) und Italien (151 Prozent). An den Übertragungsraten für Internetverbindungen hapert es aber noch. Allerdings sind die Bundesbürger im internationalen Vergleich auch eher verhalten was die Nutzung neuer Techniken und Anwendungen angeht. Hier wird nur Rang acht erreicht.

Die für den Bericht befragten Unternehmen schätzen die Bedeutung des Internet für den Unternehmenserfolg sowohl aktuell als auch in Zukunft (bis Ende 2014) als hoch ein. Sowohl die Unternehmen der IKT-Branche, als auch die der befragten Vergleichsbranchen Automobilbau und Einzelhandel gehen davon aus, dass das Internet auch künftig ihre Effizienz steigert: Sie erwarten vom Internet eine bessere Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern, einen effizienteren Umgang mit Wissen und Information und eine schnellere Abwicklung von Geschäftsprozessen und Transaktionen.

Die ausführliche Studie mit vielen weiteren Zahlen finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Medien, Mobile Marketing, Mediennutzung, Marktforschung

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