15.09.2016 | Adobe-Report

Digitale Werbung funktioniert – aber es geht noch besser

Ziemlich genervt reagieren manche Nutzer auf digitale Werbung. Das muss nicht sein.
Bild: Corbis

Dass digitale Werbung funktioniert, belegen die Zahlen der Adobe-Studie "Advertising Demand Report 2016“, wonach 64 Prozent des Website-Traffics über Onlinewerbung generiert wird. Trotzdem könnte die Performance besser sein, denn viele Nutzer sind unzufrieden.

Schlecht ist die Performance des deutschen Digital Advertisings nicht grundsätzlich, aber: es könnte besser sein, denn obwohl 29 Prozent der Nutzer einen Mehrwert in der ausgespielten Werbung erkennen, empfindet sie fast jeder Zweite als störend. Die Folge: Mehr als jeder vierte Nutzer in Deutschland (27 Prozent; Europa: 20 Prozent) nutzt einen Adblocker. Nur in Schweden sind es mit 28 Prozent im europäischen Vergleich noch mehr.

Die Unzufriedenheit der Nutzer sollten Marketer als Aufruf verstehen, Ads und Kampagnen weiter zu verbessern, sagt Andreas Helios, Senior Group Manager Enterprise Marketing Central Europe bei Adobe. Es müsse ein klarer Mehrwert geschaffen werden, um begeisternde Erlebnisse zu kreieren, die nicht als Störung, sondern als Bereicherung des Website-Besuchs verstanden werden. Wie schlecht das Image digitaler Werbung ist, zeigt die Tatsache, dass 37 Prozent der Nutzer sie automatisch mit Malware in Verbindung bringt.

Für personalisierte digitale Werbung würden Nutzer persönliche Daten teilen

Immerhin: 42 Prozent der Nutzer sehen eine Verbesserung der heutigen Werbung im Vergleich zu vor zwei Jahren. Verbesserungsbedarf erkennen die Befragten vor allem im Hinblick auf Personalisierung. Damit das gelingen kann, würden 41 Prozent persönliche Daten mit Unternehmen teilen.

Nicht gut kommt Werbung an, die automatisch Musik oder Sounds abspielt. Gleiches gilt für Formate, die sich nicht schließen lassen. Ein Beispiel aus dem Bewegtbild-Bereich: 36 Prozent stoppen ein Video, wenn die vorgeschaltete Werbung nicht übersprungen werden kann. Entsprechend nennen die Befragten skipbare Videos die beliebteste Art von Ads. Aber auch mobile Werbung hat ein Imageproblem.

Für die Studie wurden 1,1 Billionen Visits auf 1.100 Websites analysiert und mehr als 3.000 europäische Internetnutzer, davon über 1.000 in Deutschland, analysiert.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Werbung, Mobile Marketing, Kundenbindung

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