10.02.2017 | Digitalisierung

Fehlendes Wissen ist größtes Hindernis bei der digitalen Transformation

Vor allem auf eine neue Führungskultur kommt es an.
Bild: Corbis

Industrie 4.0 ist für die deutsche Wirtschaft das große Thema. Doch die Unternehmen stehen oft erst am Anfang der Reise, insbesondere das Innovationspotenzial der Digitalisierung wird bislang verkannt. Der Erfolg der digitalen Transformation hängt vor allem von den handelnden Personen ab.

Fehlendes Know-how bei Führungskräften und Mitarbeitern ist das größte Hindernis bei der digitalen Transformation der deutschen Industrie. Drei von vier Unternehmen beklagen das mangelnde Wissen ihrer Manager in Sachen Digitalisierung und mehr als 60 Prozent das fehlende Wissen ihrer Mitarbeiter. Das sind Ergebnisse des bereits zum dritten Mal erhobenen "Deutschen Industrie 4.0 Index". Im Auftrag der Unternehmensberatung Staufen wurden mehr als 250 Industrieunternehmen sowie 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland befragt.

Digitale Transformation: Diese Kompetenzen werden benötigt

Entscheidend sind laut Staufen für Führungskräfte daher der Aufbau von Digital- und Smart-Data-Kompetenz sowie vor allem ein neues Verständnis von Führung. Es gelte, eine
Unternehmenskultur der Innovation zu ermöglichen.

Bei den Mitarbeitern fehlt es überwiegend an IT- und Automatisierungskompetenz und ganzheitlichem, integrierbarem Systemwissen.

Gut 40 Prozent nennen als großes oder sehr großes Hindernis auf dem Weg zur Industrie 4.0 außerdem lange Amortisierungszeiten und hohe Kosten. Fast ebenso viele führen fehlende Normen und Standards an. 38 Prozent mangelt es an Lösungen und Technologien, 41 Prozent schlicht und wenig ergreifend am adäquaten Breitbandanschluss.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Digital Leadership, Industrie 4.0

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