04.10.2016 | Gehaltsstudie

Digitale Führungskräfte verdienen durchschnittlich 200.000 Euro

Wenn die klassische Wirtschaft riefe, würden viele Digitalmanager nicht Nein sagen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Durchschnittsverdienst von Unternehmenslenkern in der Digitalwirtschaft liegt bei 196.796 Euro. Davon sind 72 Prozent fix und 28 Prozent variabel. Dies geht aus der aktuellen Gehaltsstudie der Personalberatung Cribb hervor. Im Marketing ist die Entlohnung weniger üppig.

Der Mittelwert von rund 200.000 Euro ergibt sich jedoch aus signifikanten Gehaltsunterschieden: Erhalten die Spitzenverdiener bis zu 940.000 Euro, beziehen andere ein Jahresgehalt von unter 100.000 Euro.

Jeder Zweite erhält einen Dienstwagen, jeder Fünfte Beteiligungen und Aktienoptionen und jeder Dritte eine betriebliche Altersvorsorge. Lediglich jeder Vierte erhält gar keine Zusatzleistungen.

Mit durchschnittlich 222.200 Euro erzielen Entscheider in Digital-Commerce-Unternehmen das höchste Einkommen. Damit liegen sie vor Geschäftsführern und Vorständen von Digital-Media-Unternehmen (213.569 Euro), Medienhäusern (204.363 Euro), Digital Services (193.905 Euro) und Software/SaaS-Anbietern (188.570 Euro). Deutlich schlechtere Einkommensperspektiven bieten Digital-Agenturen (178.509 Euro) und Digital-Technologies-Unternehmen (172.086 Euro).

Digitalisierungsverantwortliche besonders gut bezahlt

Hinsichtlich des verantworteten Geschäftsbereichs führt der Bereich Digitalisierung die Gehaltstabelle an, dicht gefolgt vom General Management und Operations. Im Durchschnitt ist das Gehalt von Digitalisierungsverantwortlichen im Vergleich zu 2014 sogar um rund neun Prozent auf 249.839 Euro gestiegen. Schlusslichter markieren Geschäftsführer und Vorstände aus den Bereichen Marketing und Produktmanagement, deren Jahreseinkommen im Mittel 155.148 Euro respektive 138.567 Euro betragen.

Ebenfalls interessant: 87 Prozent der digitalen Unternehmenslenker würden in die klassische Wirtschaft wechseln, um dort die digitale Transformation voran zu treiben. Obwohl mehr als 60 Prozent davon ausgehen, dass sie bei einem Wechsel mehr verdienen würden, spielen ein höheres Gehalt oder eine bessere Position aber nur eine untergeordnete Rolle: Die größten Motivatoren sind die Perspektive, in einem etablierten Markt die Zukunft neu zu gestalten (59 Prozent) und sich persönlich weiter zu entwickeln (50 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Digitalisierung, E-Commerce

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