Die Digitalbranche will Verbraucher umfassend informieren. Damit soll auch die Skepsis schwinden. Bild: beermedia - Fotolia

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) spricht sich für eine umfassende Datentransparenz bei der Nutzung von IoT-Geräten aus. Die Verbandsmitglieder sind sich einig, dass Nutzer wissen sollten, welche Endgeräte Daten übermitteln und wer die Empfänger sind.

Von der Transparenzoffensive will nicht zuletzt die Branche selbst profitieren. Schließlich äußern sich Verbraucher immer wieder und immer noch kritisch, wenn es um die Nutzung ihrer persönlichen Daten durch Unternehmen geht. 96 Prozent der über 200 Befragten der BVDW-Mitgliedsunternehmen sind der Ansicht, dass Verbraucher erfahren sollten, welche Daten die jeweiligen Endgeräte an welche Empfänger weitergeben.

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Verbrauchern IoT-Technologie näher bringen

Das Thema ist auch deshalb so aktuell und wichtig, weil einer Gartner-Schätzung zufolge bis zum Jahr 2020 weltweit 20,4 Milliarden mit dem Internet vernetzte Dinge und Geräte in den Haushalten stehen werden. Die Digitalbranche sei geschlossen bereit, Einblick in Datenprozesse zu gewähren und damit einen Beitrag zur Transparenz zu leisten, erklärt BVDW-Vizepräsident Stephan Noller. Schließlich sei es in aller Interesse, ein Verständnis für die neue Technologie aufzubauen.

Eine Möglichkeit wäre, Verbrauchern eine Art Selbstauskunft der vernetzten Geräte zur Verfügung zu stellen. 61 Prozent der Befragten halten das für flächendeckend umsetzbar. Wichtig sei ein Prinzip, so Noller, das mit wenig Aufwand auf jedes vernetzte Gerät übertragen werden könne. 80 Prozent sehen dabei auch den eigenen Nutzen, denn wenn die Akzeptanz der Verbraucher für vernetzte Geräte steigt, steigt mit der Verbreitung der Geräte auch der Umsatz der Anbieter.


Schlagworte zum Thema:  Internet der Dinge, Digitalisierung, Analytics

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