06.09.2012 | Digitalbranche

Die digitale Wirtschaft sucht händeringend nach Mitarbeitern

Einen Handschlag zur Begrüßung neuer Mitarbeiter gibt es in der digitalen Wirtschaft zu selten.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der viel diskutierte Fachkräftemangel betrifft auch die Unternehmen der Digitalbranche. Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (Bvdw) und der Macromedia Hochschule für Kommunikation (Mhmk) kommt zu dem Schluss, dass die Branche in den nächsten drei Jahren keine Verbesserungen erwartet.

Den höchsten Bedarf verzeichnen demzufolge die Unternehmen in Projektmanagement (76,5 Prozent), Strategie und Business Development (70,5 Prozent), Marketing und Vertrieb (69,2 Prozent) sowie in den IT-Abteilungen (67,2 Prozent). Mehr als sechs von zehn Befragten suchen zudem Experten für den Bereich Beratung /CRM. Gefragt sind außerdem Mitarbeiter fürs Produktmanagement (54,3 Prozent).

Die Hälfte (50 Prozent) der Unternehmen berichten über große Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. 56,4 Prozent gehen davon aus, dass sich diese Situation in den nächsten drei Jahren noch weiter verschärfen wird. Neben fehlenden Kompetenzen auf Seite der Bewerber (47,2 Prozent) gibt die Hälfte der Befragten zu, dass auch unattraktive Gehaltsstrukturen das Problem verschärfen.

Von den Bewerbern wird eine durchschnittliche Berufserfahrung von 3,6 Jahren erwartet. Idealerweise sollen sie nicht weniger als zwei, aber auch nicht mehr als sechs Jahre Berufserfahrung vorweisen. Eine Einschränkung, die die Suche nach geeigneten Bewerbern nicht gerade vereinfacht.

Kenntnisse im Mobile Marketing erwünscht
Konkrete Vorstellungen haben die Unternehmen auch von der Art der Qualifikation ihrer neuen Kollegen: 71,7 Prozent erwarten Kenntnisse im Bereich Mobile Marketing, 62,9 Prozent in der Online-Vermarktung, 62,8 Prozent im E-Commerce und 59,2 Prozent der Unternehmen wünschen Social-Media-Kenntnisse. Gefragt ist außerdem Wissen über Online-Mediaplanung (56,8 Prozent) und Suchwortvermarktung (51,2 Prozent). Etwas weniger Bedarf haben die Befragten an Professionals, die sich mit Zertifizierungen auskennen (47,4 Prozent), Programmiersprachen beherrschen (44,4, Prozent) und mit Systemen oder Datenbanken arbeiten können (44,3 Prozent).

Soft Skills gefragt
Ebenso großen Wert legen die 240 befragten Unternehmen aber auch auf die Soft Skills ihrer Bewerber. Gefragt sind mentale (97,6 Prozent) und soziale Kompetenz (96,9 Prozent), Umsetzungskompetenz (94,6 Prozent) sowie kommunikative Fähigkeiten (94,5 Prozent). Jedes siebte Unternehmen erwartet Mobilität und die Bereitschaft zu Reisen. Auslandserfahrung gilt hingegen nur für 35,2 Prozent der Unternehmen als relevant.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Online-Marketing

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