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Das sind die wichtigsten Trends für das Internet der Dinge

Unternehmen müssen lernen, mit der Datenflut umzugehen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die meisten deutschen Unternehmen befinden sich in Sachen Internet der Dinge (IoT) noch am Anfang. Die Software AG zeigt einige wichtige Trends auf, die Sie jetzt schon im Auge behalten sollten.

1. Virtuelle Assistenten

Durch das IoT steht Konsumenten ein virtueller Assistent zur Verfügung, der im eigenen Heim ein teilautonomes Handeln ermöglicht. Er überwacht Dinge, die mit Sensoren ausgestattet sind, beispielsweise um online den Glühbirnen-Vorrat aufzufüllen, verschreibungspflichtige Medikamente zu bestellen oder Lebensmittel zu kaufen. Verbraucher werden diesem Trend jedoch erst folgen, wenn Sicherheit und Datenschutz garantiert werden können.

2. Mehr gesetzliche Vorschriften erforderlich

Auch Aufsichtsbehörden erkennen zunehmend, dass Sicherheitsangriffe völlig unerwartet von jedem beliebigen Punkt im IoT ausgehen können. So kann einer Bank ihre intelligente Gebäudeleittechnik zum Verhängnis werden oder eine ganze Stadt könnte lahmgelegt werden, wenn sich ein Angreifer in das intelligente Stadtverkehrssystem einschleust. Compliance und Governance müssen daher weiterentwickelt werden, um einen Rechtsrahmen für das Internet der Dinge zu schaffen.

3. Das Datenarmageddon steht bevor

Unternehmen müssen stabile, ausgereifte Lösungen auf speziellen Plattformen für digitale Geschäfte auf- und ausbauen, um nicht in der unvermeidlichen Datenflut zu versinken. Zwar gehen 95 Prozent der Unternehmen davon aus, dass ihnen durch die Verbreitung des IoT in den nächsten beiden Jahren Vorteile entstehen, doch der Großteil (65 Prozent) hat enorme Schwierigkeiten, Big Data in Echtzeit zu analysieren. Knapp 75 Prozent sind kaum in der Lage, brauchbare Analysen zu ihrem aktuellen Datenfluss zu erstellen.

4. Die Dinge selbst werden intelligent

Informationen über das und aus dem Internet der Dinge werden bei der Entscheidungsfindung immer wichtiger. Daher müssen sich Analysefunktionen im Einklang zu den analysierenden Dingen entwickeln. Diese Entwicklung erfolgt sowohl in der Cloud als auch am anderen Ende – also integriert in dem "Ding" selbst oder in einem Gateway in der Nähe.

5. Abrechnung nach Nutzung

Auf Basis des Internet der Dinge kann die Abrechnung nach der Nutzung des gekauften Produktes erfolgen. Denn künftig wird in allen Produkten bereits beim Verkauf eine "intelligente" Komponente integriert sein. So kann beispielsweise eine Waschmaschine zu einem niedrigen Verkaufspreis oder sogar kostenlos angeboten werden und der Verbraucher zahlt nur für jede Nutzung.

6. Matheversteher gesucht

Es werden immer mehr Spezialisten für Big Data und Statistik gebraucht. Dessen müssen sich alle Player am Markt bewusst sein, ebenso Hochschulen und Behörden.

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Schlagworte zum Thema:  Internet der Dinge, Mobile Marketing, Digitalisierung, Big Data

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