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Die Dmexco macht den nächsten Schritt

Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, eröffnete die Messe und begab sich anschließend noch auf einen Rundgang.
Bild: dmexco, Köln

Nicht nur die blanken Zahlen sprechen beeindruckend für die Dmexco, auch inhaltlich hat sich seit dem vergangenen Jahr einiges getan. Wir blicken zurück auf die Leitmesse der digitalen Wirtschaft in Köln.

Mit einem Besucherplus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr setzt die Dmexco ein deutliches Zeichen: Über 43.000 Fachbesucher kamen nach Köln, um sich auf der Messe (mit ihren mehr als 880 Ausstellern), in den Konferenzformaten und den Seminaren über die aktuellen Entwicklungen und künftigen Trends in der digitalen Wirtschaft und insbesondere im Online-Marketing zu informieren. Rund ein Drittel der Besucher kam dabei nach Angaben der Messe aus dem Ausland.

Auch inhaltlich ist mehr Zug und Realitätssinn in die Diskussionen eingekehrt. So wurden zum Beispiel die Themen Attribution und Cross Device Tracking deutlich näher an der komplexen Realität verhandelt. Es zeigte sich deutlich, dass die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit erkannt wurde und entsprechende Lösungen angestrebt werden. In die gleiche Kerbe schlugen die Werbetreibenden, die auf der Dmexco weiterhin stark vertreten sind, mit ihrer Forderung nach mehr Transparenz.

Ebenfalls viel diskutiert: Programmatic Marketing. Während die einen Programmatic weiterhin als Resterampe belächeln, gehen die anderen davon aus, dass selbst TV-Werbung in nicht allzu ferner Zukunft programmatisch vermarktet und gesteuert wird.

Dmexco und immer wieder Data

Auch das Thema Big bzw. Smart Data wurde auf der Messe natürlich diskutiert. Wenn auch momentan eher in den praktischen und vergleichsweise leicht zu installierenden Ausprägungen Marketing Cloud bzw. Marketing Automation und Segmentierung. In diesem Kontext außerdem in aller Munde: Die Customer Experience. Ein weiterer interessanter Denkansatz in Sachen Data war die Frage, wie sich aus Daten Hinweise für die Kreation ableiten lassen.

Ein starker Fokus lag auch auf den sozialen Netzwerken. So hatten sowohl Twitter als auch Instagram prominente Slots, um ihre Pläne und Absichten zu erläutern, und schickten zu diesem Zweck mit Adam Bain, President Global Revenue & Partnerships, bzw. Amy Cole, Head of Brand Development EMEA, durchaus hochkarätiges Personal. Die Resonanz der Besucher war entsprechend. Der prominenteste Redner aus der Branche dürfte jedoch WPP-CEO Sir Martin Sorrell gewesen sein, der direkt nach der Eröffnung (mit EU-Kommissar Günther Oettinger) seine Keynote vortrug.

Die sich verändernde Rolle der Mediaagenturen im digitalen Marketing-Business, der Trend zum Retail Advertising sowie Content Marketing waren weitere Punkte auf der Agenda der Messe. Für einen drückenden Schuh sorgte auf der Messe das Thema Adblocker.

Das Thema Wearables bzw. Internet der Dinge wurde im Rahmen der Messe wenigstens etwas greifbarer als auf den vergangenen Veranstaltungen.

Die Dmexco 2016 findet am 14. und 15. September in Köln statt.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Online-Marketing, Analytics, Mobile Marketing, Social Media, Marketing, Internet der Dinge, Dmexco

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