09.12.2011 | Online-Marketing

Deutschland bleibt Spitzenreiter im europäischen Werbemarkt, Internet holt weiter auf

Laut Prognosen von Magnaglobal bleibt Deutschland auch im nächsten Jahr mit einem Gesamtvolumen von rund 18 Milliarden Euro europäischer Spitzenreiter im Werbemarkt.

Das Tochterunternehmen des IPG  Mediabrands-Netzwerk  prognostiziert für den deutschen Werbemarkt demnach ein Wachstum von 1,5 Prozent. In diesem Jahr liegen die Werbeumsätze noch bei etwa 17,6 Milliarden Euro (plus drei Prozent). Im Vergleich mit anderen westeuropäischen Ländern bleibt Deutschland somit von der Finanzkrise verschont.

Zu den Marktgewinnern gehören Internet-Werbeformen wie Banner oder Online-Filme mit einem Plus von 17,3 Prozent, einem Gesamtumsatz von vier Milliarden Euro. Damit schließt das Internet langsam aber sicher zum TV-Sektor auf, der inzwischen nur noch 40 Millionen Euro mehr im Jahr erwirtschaftet. Einbußen verzeichnet der Print-Bereich, der zwischen einem Prozent (Zeitungen) und 2,3 Prozent (Zeitschriften) schrumpft. Im Vergleich zu anderen europäischen Märkten, geht es den Print-Verlagen jedoch mit einem Werbemarktanteil von 46 Prozent vergleichsweise gut.

Eine Stagnation vermelden auch die TV-Sender bei der Vermarktung ihrer Werbeformate. Out-of-Home-Medien legen im Gegensatz dazu um knapp sieben Prozent zu – getrieben durch neue Platzierungen von digitalen Plakatwänden in Bahnen, Bahnhöfen, Einkaufszentren und Flughäfen. Dank der Fußball-Europameisterschaft sowie den Olympischen Spielen im Sommer können die TV-Sender fürs nächste Jahr jedoch mit einem ähnlich starken Wachstum rechnen. Das Zugpferd bleibt mit einem prognostizierten Wachstum von etwa 5,4 Prozent jedoch das Internet. (sas)

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