Statt um 2,3 wachsen die Werbeausgaben um 2,5 Prozent. Bild: Corbis

Der deutsche Werbemarkt entwickelt sich besser als erwartet. Gingen die Experten von Zenith im März noch von einem Plus von 2,3 Prozent aus, sind es jetzt 2,5 Prozent. Grund sind die anhaltend steigenden Werbeinvestitionen ins Internet.

Den steigenden Ausgaben im Internet stehen erneute Verluste bei den Printmedien gegenüber. Laut Advertising Expenditure Forecast fließen in Deutschland in diesem Jahr drei Prozent weniger Werbegelder in Zeitungen und Zeitschriften.

Weltweit steigen die Werbeausgaben demnach um 4,2 Prozent auf 559 Milliarden US-Dollar. Damit fällt das Wachstum etwas geringer aus als 2016, als es noch bei 4,8 Prozent lag. Zurückzuführen sei das Wachstum, so der Bericht, auf den Wirtschaftsaufschwung in Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa sowie die starke wirtschaftliche Expansion im Asien-Pazifik-Raum. Letztere Region führt auch das weltweite Wachstum der Werbeausgaben an.

Werbemarkt: Großbritannien zieht Westeuropa nach unten

Von 2011 bis 2016 war Großbritannien mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,3 Prozent der Wachstumsmotor in Westeuropa, während der Rest lediglich um 0,4 Prozent pro Jahr zulegte. Das ist vorbei. Der Brexit und die damit einhergehende politische Unsicherheit haben die Werbeausgaben einbrechen lassen. Lag das Wachstum 2016 noch bei 9,6 Prozent, werden es 2017 nur noch 0,9 Prozent sein. Der Rest Westeuropas wird in dieser Zeit um 2,4 Prozent zulegen. Dieser Rückgang in Großbritannien zieht zusammen mit dem Vorjahresvergleich das Wachstum der Werbeausgaben in Westeuropa von 4,6 Prozent im Jahr 2016 auf 2,0 Prozent in diesem Jahr hinunter.

Zu den Branchen, die am meisten in Werbung investieren, gehören Medien & Unterhaltung, Pharma & Gesundheit sowie Spirituosen. Am wenigsten geben Telekommunikationsunternehmen und die Nahrungsmittel- und Getränkebranche für Werbung aus.

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