25.05.2016 | SEO- & Social-Media-Studie

Deutsche Unternehmen mit Defiziten im Online-Marketing

SEO ist bei deutschen Unternehmen noch ausbaufähig.
Bild: Michael Bamberger

Wird das Potenzial im Online-Marketing von deutschen Unternehmen genutzt oder verschenkt? Dieser Frage geht eine neue Studie von Mindshape nach. Das Ergebnis: Besonders im Bereich Suchmaschinenoptimierung gibt es noch viel zu tun für die meisten Unternehmen.

Untersucht wurden über 3500 Unternehmenswebsites. Besonders wurde dabei auf wichtige SEO-Faktoren wie Crawlability und Mobiltauglichkeit geschaut. Aber auch andere Teilbereiche des Online-Marketings wie Social Media waren Teil des Checks.

SEO-Defizite nach wie vor hoch, responsive auf dem Vormarsch

Die wichtigste SEO-Stellschraube - Content - scheint bei deutschen Unternehmen nach wie vor eine untergeordnete Rolle zu spielen. Immer noch verfügen die wenigsten Webseiten über eine Meta Description (Tipps für eine gute Meta Description). Auch die Content-Länge ist nicht merklich gestiegen.

Immerhin: Der Webstandard HTML5 wird von immer mehr Unternehmenswebsites unterstützt. Etwa 30 Prozent setzen auf HTML5. 14 Prozent mehr als 2016. Ähnliches gilt für die Mobiloptimierung. Hatten 2015 nur 15 Prozent eine Responsive-Website, sind es 2016 27 Prozent. Angesicht des neuen "Mobilegeddons" ist das aber immer noch viel zu wenig.

Beim Thema Crawlability tut sich ebenfalls wenig: Zwar haben mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen mittlerweile eine robots.txt um Google und Co. zu führen, aber die andere Hälfte scheint sich mit diesem Thema nicht auseinanderzusetzen und verschenkt so SEO-Potenzial.

Im Bereich Backlinks sieht es etwas besser aus. So liegt die durchschittliche Domain-Popularität (die Gesamtzahl der auf die Seite verlinkenden Domains) mit 177 leicht über dem Vorjahreswert.

Social Media ist das größte Sorgenkind

Beim Thema Social Media geht es für deutsche Unternehmen nur leicht aufwärts. Zwar besitzen und verlinken mehr und mehr Unternehmen ein Facebook- oder Twitter-Profil. Mit 36 bzw. 24 Prozent handelt es sich dabei aber immer noch um einen Bruchteil. Besonders im B2B-Bereich diagnostiziert die Studie noch viel zu wenige "Social Signals".

Im Ost-West-Vergleich schneidet der Westen etwas besser ab als der Osten. Allerdings halten sich die Unterschiede im Grenzen. Bricht man die Studie auf Branchen herunter, ist das Baugewerbe das Schlusslicht, wohingegen die Dienstleistungsbranche als Sieger aus der Studie hervorgeht.

 

Zur Studie

 

Weiterlesen

SEO: Welche Rankingfaktoren eine Domain nach vorne bringen [Infografik]

Fünf zentrale Web-Controlling-KPIs

Was ist Suchmaschinenoptimierung? [Erklärvideo]

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Content Marketing, Social Media Marketing, Social Media

Aktuell

Meistgelesen