25.02.2014 | Digitale Wirtschaft

Deutschland übernimmt international den fünften Platz

Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschlands digitale Wirtschaft verbessert sich im 15-Länder-Vergleich um einen Rang und steht nun auf Platz fünf. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt die USA vor Südkorea und Japan. So das Ergebnis des Reports „Digitale Wirtschaft“ von Tns und Zew im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

Der Monitoring-Report beleuchtet die Leistungsfähigkeit von ITK-Branche und Internetwirtschaft. Analysiert werden dazu die Märkte, die infrastrukturellen Voraussetzungen und die Nutzung neuer Technologien und Dienste. Deutschland teilt sich den fünften Platz mit den Niederlanden und Dänemark, alle drei erhielten 49 von 100 möglichen Punkten. Spitzenreiter ist die USA mit 79 Punkten, dahinter folgen Südkorea mit 56 und Japan mit 55 Punkten. Platz vier belegt Großbritannien mit 54 Punkten, knapp hinter Deutschland auf Platz sechs positionieren sich China und Finnland mit je 48 Punkten. Als Erfolg für den Standort Deutschland sieht Tobias Weber, Projektleiter des Reports, den fünften Platz. Jedoch müsse die Exportorientierung der Digitalen Wirtschaft gestärkt werden; Unternehmen müssten ihre Komfortzone verlassen und international präsenter werden.

Betrachtet man die Umsätze, ist Deutschland sogar die viertgrößte ITK-Nation. Hierzu tragen vor allem die IT-Umsätze bei. Mit einem IT-Wachstum von 4,1 Prozent belegt die Bundesrepublik den fünften Rang. Die Handelsbilanz der Digitalen Wirtschaft in Deutschland bleibt aber, trotz leichter Fortschritte, negativ.

Breitbandausbau macht Fortschritte
Die technische Infrastruktur belegt dank ihrer guten Entwicklung einen soliden sechsten Platz im internationalen Vergleich. Fortschritt macht vor allem der Ausbau der Hochleitungsnetze: Ende 2012 konnten knapp 55 Prozent der deutschen Haushalte auf Bandbreiten von 50 Mbits/s und mehr zugreifen, eine Verbesserung von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weniger gut steht Deutschland bei der Nutzung da. Mehr als ein achter Platz ist nicht drin, weil das Interesse an digitalen Technologien zwar ungebrochen groß, das Wachstum aber hinter dem anderer Länder zurückbleibt. Außerdem könnte das fehlende Vertrauen in Datenschutz und Datensicherheit dazu führen, dass die Bereitschaft, neue Anwendungen und Technologien zu adaptieren, langfristig sinken wird.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Big Data, Digitale Wirtschaft, IT

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