18.04.2016 | Location-based-Marketing

Der Standort wird zum zentralen Parameter im Marketing

Der Standort gibt Hinweise auf die Bedürfniss der Kunden. Hier werden Marketer in Zukunft ansetzen müssen.
Bild: COMFORT Management Services GmbH

Standortbasierte Werbung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das belegt eine Studie von Forbes Insight und X-Ad einmal mehr. Fazit: Heute werden mehr Kaufentscheidungen über mobile Geräte gefällt als über PCs.

Bruce Rogers, Chief Insights Officer und Head of CMO Practice bei Forbes Media, nennt den Standort sogar als zentralen Parameter im Marketing. Er mache es möglich, alle relevanten Botschaften im genau richtigen Moment zu kommunizieren. Vermarkter, die sich auf Suchanfragen und Social Media verlassen, lassen sich hingegen Chancen entgehen: Standortdaten erlaubten es Marketern wie Händlern, sofort auf Verhaltensmuster und Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen, indem sie mit relevanten und kontextbezogenen Botschaften kontaktiert würden, so Monica Ho, CMO beim Marketing-Dienstleister X-Ad weiter. Gelinge es, eine Brücke zwischen online und offline zu schlagen, könnten ihrer Ansicht nach bis zu 90 Prozent an zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten erschlossen werden.

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Die Studie "Location: A Strategic Marketing Imperative“ hat ergeben, dass Konsumenten, die unterwegs mit ihren Smartphones nach Produkten und Dienstleistungen suchen, eine große Kaufbereitschaft aufweisen und Käufe sehr schnell tätigen. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs innerhalb der nächsten Stunde um 45 Prozent höher als zuhause. Und immerhin fast die Hälfte der Bevölkerung trifft Kaufentscheidungen unterwegs: 44 Prozent bestätigen, dass Smartphones und Tablets die wichtigste Stütze bei einer Kaufentscheidung darstellen.

Kaufprozesse sollen nahtlos werden

Der Standort kann zudem wichtige Hinweise über Kundenbedürfnisse liefern. Mit diesen Informationen können maßgeschneiderte Angebote unterbreitet werden, die die Kaufintention verstärken können. Schon in naher Zukunft, davon sind die Studienautoren überzeugt, werden Marken in der Lage sein, nicht nur zu messen, wie viele Kunden eine mobile Werbebotschaft in ihren Laden treibt, sondern auch, wohin diese Kunden als nächstes gehen werden. Nutzt man die Informationen über bisherige Einkaufsmuster, kann man versuchen, die Konsumenten mit mobilen, standortbasierten Botschaften von Konkurrenten fernzuhalten.

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Noch findet die Mehrheit der Abschlüsse offline statt. Für Marketer geht es deshalb nicht darum, den Offlinehandel zu ersetzen, sondern einen schnelleren und nahtlosen Kaufprozess zu ermöglichen. Mit Uber, Tinder und Yelp ändern sich nämlich die Erwartungen an Serviceleistungen.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Kundenbindung, Kundenservice, Mobile Marketing, Handel

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