| Datensicherheit

Tausche Daten gegen Service

Gegen exklusiven Service geben viele Verbraucher auch persönliche Daten preis.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Deutschen gelten als äußerst vorsichtig und zurückhaltend bei der Preisgabe von persönlichen Daten. Eine Studie des Marketing-Dienstleisters Silverpop zeigt jedoch: Wenn Unternehmen Vertrauen aufbauen und guten Service bieten, sind viele Verbraucher bereit, mehr über sich preiszugeben.

Rund drei Viertel (67 Prozent) der Verbraucher in Deutschland sind trotz Datenschutz-Bedenken bereit, persönliche Daten herauszugeben, wenn sie exklusiver Service erwartet und sie mit dem Unternehmen eine gute und langjährige Kundenbeziehung verbindet. Das ist das Ergebnis der Silverpop-Studie „Datengetriebenes Marketing – Marketing-Realität vs. Kundenwunsch“.

Wer nicht transparent ist, verliert

Auch zu der Frage, wie das Kundenvertrauen aufgebaut werden kann, gibt die Studie Auskunft: 71 Prozent der befragten Verbraucher wünschen sich Offenheit und Transparenz im Hinblick darauf, wie und für welche Zwecke ihre Daten genutzt werden. Sobald nicht nachvollziehbar ist, wozu Daten erhoben werden und wie sich ihre weitere Verwendung gestaltet, lehnen 93 Prozent der Kunden die Auskunft ab. Außerdem möchten sie selbst auf die von ihnen erhobenen Daten zugreifen können. Diese Möglichkeit nutzt jedoch bislang kaum ein Unternehmen. Tatsächlich informieren nur 19 Prozent der Marketer über die zukünftige Verwendung der Daten und machen sie den Kunden zugänglich.

Über die Studie

Im Rahmen der Studie wurden 100 Marketingverantwortliche in deutschen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern befragt. Auf Verbraucherseite wurden 1.000 Privatpersonen  im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Durchgeführt wurde die Umfrage von forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im August 2013.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Kundenservice, Studie, Datensicherheit

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