09.07.2014 | Internet

Datenschutzbedenken wirken sich nicht aufs Verhalten aus

Die meisten Internetnutzer agieren im Internet sorglos.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Obwohl sich die Mehrheit der Deutschen um den Datenschutz im Internet sorgt, verhält sie sich nicht so. Dies geht aus der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) hervor. Auch Google kommt gut weg.

Die Mehrheit der Deutschen hat Bedenken in Sachen Datenschutz im Internet. Lediglich bei den 14- bis 19-Jährigen sorgt sich nur eine Minderheit. Bei den über 30-Jährigen liegt der Anteil derer, die befürchten, dass ihre Daten im Netz nicht ausreichend geschützt sind, durchgehend bei über 60 Prozent, bei den 50- bis 59-Jährigen sogar bei 71 Prozent.

Auf das tatsächliche Verhalten der 14- bis 39-Jährigen im Netz wirkt sich dies allerdings nicht aus. Denn es gibt in der Nutzung von Online-Banking, Social Media und Google kaum Unterschiede zwischen den Skeptikern und den unbesorgten Nutzern. Google beispielsweise nutzen nahezu 100 Prozent der Onliner, weil die wahrgenommenen Vorteile einfach überwiegen. Nur hinsichtlich sozialer Netzwerke üben sich die Bedenkenträger in einer etwas deutlicheren Zurückhaltung. Dennoch sind immer noch 71 Prozent davon in den Social Media aktiv.

Bei Google hat das Institut für Demoskopie noch einmal genauer hingesehen: Demnach glauben 90 Prozent der Internetnutzer, dass man auf Google schnell die Informationen findet, die man braucht. 64 Prozent stimmen der Aussage zu, Google mache das Leben leichter. 58 Prozent der User ist bewusst, dass Google viele Daten sammelt, 35 Prozent wissen, dass die Suchmaschine damit auch Geschäfte macht. Ein gutes Viertel hat ganz konkrete Datenschutzbedenken Google gegenüber.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Online-Marketing, Mediennutzung

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