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Das Vertrauen der Deutschen ins Internet ist futsch

Datenschutz: Fast jeder Internetnutzer in Deutschland hat Angst um seine Daten.
Bild: MEV-Verlag, Germany

86 Prozent der deutschen Internetnutzer haben kein Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten. Schuld ist die NSA-Affäre, 71 Prozent misstrauen Staat und Behörden. Das zeigt eine Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom.

Das Misstrauen in Sachen Datensicherheit ist laut Umfrage des Bitkom wegen der NSA-Affäre massiv gewachsen. Im Jahr 2011, vor Bekanntwerden der Überwachung, hatten noch 45 Prozent volles Vertrauen in den Schutz ihrer Daten im Internet. Und selbst auf dem Höhepunkt der Affäre misstrauten mit 80 Prozent der Internetnutzer weniger Menschen dem Staat als heute. "Die NSA-Affäre ist aus den Schlagzeilen weitgehend verschwunden, die Verunsicherung der Internetnutzer ist geblieben", sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Von einer schleichenden Gewöhnung der Menschen an permanente Überwachung könne keine Rede sein.

Internetnutzer misstrauen Unternehmen beim Datenschutz

Doch auch in den Umgang mit personenbezogenen Daten seitens der Unternehmen haben die Deutschen kein Vertrauen. Zwei Drittel (67 Prozent) misstrauen der Wirtschaft allgemein. Die Ausspähung ihrer Daten durch Unternehmen fürchten aktuell 46 Prozent. Im November 2013 waren es 38 Prozent und im Juli 34 Prozent. Nur neun Prozent der Befragten fühlen sich im Internet überhaupt nicht bedroht. 

Wirklich um den Schutz ihrer Daten kümmern sich allerdings die wenigsten Internetnutzer. Zumindest liest nur eine verschwindende Minderheit die Datenschutzerklärungen von Internet-Dienstleistern, bevor sie sie akzeptieren. 

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Internet, Datensicherheit

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