10.12.2015 | E-Commerce

Das sind die Trends im Produktdatenmarketing 2016

Produktdatenmarketing konzentrierte sich lange stark auf Preissuchmaschinen und Produktportale.
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Suchmaschinen, Preisvergleichsportale und neuerdings auch Buy Buttons oder Newsfeeds verlangen Händlern einiges ab: Vor allem eine hohe Qualität der Produktdaten. Feed Dynamix zeigt fünf Trends im Produktdatenmarketing 2016.

Auf diese Trends müssen sich Onlinehändler im kommenden Jahr einstellen:

  • Produktdatenmarketing erobert Social Feeds. Produktdatenmarketing konzentrierte sich lange stark auf Preissuchmaschinen und Produktportale. Die steigende Nutzung mobiler Endgeräte sorgt jedoch dafür, dass Nutzer Inhalte zunehmend über die Newsfeeds der Social Networks konsumieren, die reine Informationssuche rückt dabei stärker in den Hintergrund. Händler müssen ihre Marketingstrategie entsprechend anpassen und Wege finden, potenzielle Kunden genau dort zu erreichen, wo sie Inhalte konsumieren. Produktdatenbasierte Werbeformate, wie beispielsweise Dynamic Product Ads von Facebook oder Instagram, bieten Online‐Händlern eine willkommene Chance, Produktangebote zu platzieren.
  • Auf allen Geräten, an allen Orten. "Mobile first" lautet das Credo nicht erst seit dem vergangenen Jahr. 2015 überholen die Google-Suchanfragen über Mobile die Anfragen über stationäre Endgeräte. Parallel wächst der Informationsbedarf zu lokalen Produktangeboten und ‐verfügbarkeiten. Der Kunde fordert Omnichannel nicht nur in Bezug auf den Ort des Verkaufsabschlusses, sondern auch in Bezug auf Informationsverfügbarkeit zu Produktangeboten. Googles Local Inventory Ads bieten eine Möglichkeit, Kunden überall mit passenden Produktangeboten zu erreichen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Portale in Kürze mit ähnlichen lokalen Product-Ad‐Formaten folgen werden.
  • Sofort kaufen statt ClickThrough. Suchen, finden, kaufen - und das ohne jemals den Shop des Verkäufers besucht zu haben. Der medienbruchfreie Einkauf wird zunehmend durch die Vermarktungspartner forciert, so haben beispielsweise Pinterest, Idealo und auch Google Shopping zuletzt verstärkt an der Einführung von Buy Buttons gearbeitet. Der Trend zum Direktkauf wird sich weiter fortsetzen und die Relevanz der Intermediäre gewinnt für den Kunden an Bedeutung. Um weiterhin den eigenen Umsatz aktiv beeinflussen zu können, reicht die Produktvermarktung allein nicht mehr aus, Händler müssen parallel in Bekanntheit und Image ihrer Händlermarke investieren.
  • Steigende Relevanz von Produktdatenmarketing für Hersteller. Produktdatenqualität ist längst die Basis für eine erfolgreiche Datenfeed-Kampagne. Sie bleibt dabei weiterhin eine große Herausforderung für die Händler, denn Produktdatenpflege kostet Zeit, Geld und Ressourcen. Mit der Ankündigung des Google Manufacturer Centers im Juli dieses Jahres ruft das Unternehmen nun die Hersteller in die Pflicht und zapft direkt die Quelle der Produktinformationen an. Hersteller müssen sich darauf vorbereiten, künftig von Portalen und Händlern stärker in die Pflicht gezogen zu werden. Dafür müssen diese die entsprechende Infrastrukturen schaffen und Verantwortlichkeiten definieren.
  • Komplexität fordert mehr Strategie und Management. Neue Formate und Akteure erhöhen die Anforderungen an ein erfolgreiches Produktdatenmarketing. Gleichzeitig erfordert die zunehmende Überschneidung mit anderen, etablierten Marketingdisziplinen, wie dem Social-Media-Marketing oder auch mit dem stationären Handelsmarketing, mehr denn je eine ganzheitliche Vermarktungsstrategie. Nur wer Ziele ganzheitlich definiert und seine Ressourcen entsprechend ausrichtet, wird dieser Herausforderung 2016 gewachsen sein.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media, E-Commerce, Suchmaschinenmarketing, Versandhandel, Handel

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