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Das sind die relevanten SEO-Trends für das Jahr 2016

Die SEO-Branche sollte ihren Fokus auf vertikale Suchen ausweiten.
Bild: Michael Bamberger

Artaxo-Geschäftsführer Patrick Klingberg hat für die Deutsche Dialogmarketing Akademie (DDA) die wichtigsten SEO-Trends des Jahres gesammelt.

1. Mobile- & App-Store-Optimierung

Die Internetnutzung ist einem tiefgreifenden Wandel unterzogen, der auch die SEO-Branche betrifft. Die mobile Nutzung von Websites ist keine Seltenheit mehr und überschreitet auf zahlreichen Websites die 50-Prozent-Schwelle. Leider reagieren Websitebetreiber auf diese Erkenntnis viel zu selten. Für viele Unternehmen bedurfte es erst einer expliziten und unmissverständlichen Meldung von Google zur Mobile-Tauglichkeit von Websites als wichtigem Ranking-Faktor. Ein enormes Defizit, da heutzutage bereits in zehn Ländern, darunter USA und Japan, mehr Suchen über mobile Geräte als über den Computer stattfinden.

Generell gilt es für Unternehmen und Agenturen, dem Smartphone-Nutzer deutlich mehr Beachtung zu schenken. Besonders die Bereitstellung adäquater Apps bietet wertvolles Potenzial für viele Firmen. Mehr als 80 Prozent ihrer Screen-Time verbringen Smartphone-User heutzutage in Apps. Daher gilt es für 2016, sinnvolle Apps anzubieten und sich mit der Optimierung für die Google-App-Suche auseinanderzusetzen. Da Google auf mobilen Geräten zu zahlreichen Suchanfragen Apps aus dem für das mobile Endgerät passenden App-Store einblendet, ist diese Funktion für Unternehmen äußerst sinnvoll. Auch ohne expliziten App-Kontext werden App-Treffer von Google angezeigt. Ein Angebot, welches unbedingt genutzt werden sollte.

2. Bedeutung der Vertical Search

Die rapide Zunahme der mobilen Internetverwendung verdrängt Google von der Position des allmächtigen 90-Prozent-Gatekeepers. Daher sollte die SEO-Branche ihren Fokus auch auf vertikale Suchen ausweiten. Hier steigen die Suchanfragen kontinuierlich an, während sie in der klassischen Websuche stagnieren. Youtube, die zweitgrößte Suchmaschine nach Google, gewinnt beispielsweise immer mehr an Bedeutung, denn sie wird neben dem Unterhaltungsfaktor zunehmend auch zur Informationsbeschaffung genutzt. In der SEO-Branche gilt die Youtube-Optimierung als eine altbekannte Maßnahme, dennoch sollte es Unternehmen nicht davon abhalten, kontinuierlich nützliche Taktiken zu entwickeln, die ihren Videos zahlreiche Views bescheren.

Auch der Bereich E-Commerce erfuhr in den vergangenen Jahren große Veränderungen. Beispielsweise gewann die Produktsuche bei Amazon zunehmend an Bedeutung. Hier werden mittlerweile doppelt so viele kommerzielle Suchen durchgeführt wie bei Google. Die vertikale Suche ist demnach ein essentielles Thema für die Online-Marketing-Branche und sollte unbedingt berücksichtigt werden, um maximale Erfolge zu erzielen.

3. Voice Search

Ein weiterer Online-Marketing-Trend, ausgelöst durch den Mobile-Boom, ist die Voice Search. In den USA formulieren bereits 40 Prozent aller Smartphone-Besitzer gesprochene Suchanfragen. Bei Teenagern liegt die Zahl sogar bei 55 Prozent. Die sich verändernden Nutzergewohnheiten durch Sprachnachrichten und Voice Search sind Entwicklungen, denen definitiv Beachtung geschenkt werden sollte. Für SEOs entstehen hierbei Konsequenzen hinsichtlich der Formulierungsunterschiede in der gesprochenen und geschriebenen Suchanfrage sowie der eingesetzten Suchmaschine, die nicht zwangsläufig Google sein muss. Google wird zwar weiterhin ein sehr bedeutender Traffic-Lieferant für Unternehmens-Websites sein, vor allem im Bereich B2B, dennoch ist zu beobachten, dass die Bedeutung der klassischen Websuche langsam abnimmt.

4. SEO als Querschnittsdisziplin

Seit den Panda-Updates gilt es vor allem für SEO-Agenturen, ihren Horizont zu erweitern. Eine technisch exzellente Website mit vielen guten Backlinks ist heutzutage nicht mehr ausreichend. Wer im Google-Ranking bevorzugt werden möchte, muss zusätzlich auf Nutzerzufriedenheit setzen. Für SEOs wird es schwer, mit ihren typischen externen Hilfsfaktoren wie dem Linkaufbau das Nutzerverhalten und den damit verbundenen Einfluss auf das Ranking zu beeinflussen. Deshalb wird eine intensive Zusammenarbeit mit den Bereichen Produktmanagement, Content Marketing und Public Relations immer bedeutender. Natürlich bleibt SEO auch weiterhin von besonderer Relevanz für den Unternehmenserfolg, jedoch sollte die häufig verengte SEO-Sichtweise gerade von Agenturen überdacht werden. SEO ist heutzutage vielmehr als Querschnittsaufgabe zu sehen, bei der Agenturen als kompetente und bereichsübergreifende Strategieberater fungieren sollten.

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Haufe Online Redaktion/DDA

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