22.01.2016 | Innovation

Das sind die Internet-Trendthemen des Jahres

Die Vernetzung der Welt setzt sich auch 2016 fort.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Smart, Mobility, New Work und Entertainment heißen die Internet-Trendthemen des Jahres 2016. Zusammengestellt hat sie der Eco - Verband der Internetwirtschaft. Demnach steckt das Netz inmitten einer Metamorphose zum "Herr aller Dinge“.

Die Internet-Industrie habe sich aus seiner Nische heraus zum Taktgeber in Sachen Innovation und Wachstum entwickelt, sagt Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Heute gebe es kaum ein Unternehmen mehr, das ohne Internet denkbar wäre – egal aus welcher Branche. Das Netz befinde sich deshalb in einer Metamorphose zum „Herr aller Dinge“.

Als erstes Beispiel für die Digitalisierung aller Lebensbereiche nennt Summa das Smart Home. Er geht davon aus, dass sich schon dieses Jahr Insellösungen wie beispielsweise die Lichtsteuerung per App zu smarten Ökosystemen entwickeln.

Als beispielhaft für den Bereich Mobility steht das Smart Car. Bis 2030 werden voraussichtlich 60 Prozent der Weltbevölkerung in Ballungsräumen leben. Sogenannte intermodale Mobilitätskonzepte sind laut Verband unabdingbar, um einen Verkehrskollaps zu verhindern. Zu den neuen und nötigen Mobilitätsansätzen gehören Car-Sharing, ÖPNV-Konzepte mit Call-a-Bike-Verlängerung bis zur Haustür sowie verkehrsübergreifendes Payment. Als einen „Game Changer“ stuft Eco das selbststeuernde Auto ein. Summa sieht dessen Zeit gekommen und geht davon aus, dass die massenhafte Verbreitung schon bald Realität sein wird.

Internet macht neue Mobilitätslösungen möglich

Für den Logistiksektor nennt der Verband Same-day-Delivery als eine der aktuellen Innovationen. Außerdem sei der Einzug der Shared Economy unübersehbar. Ganz selbstverständlich nutzen Geschäftsleute mittlerweile die Mobilitätsangebote der Car-Sharing-Anbieter und Transportdienstleister wie zum Beispiel Uber, um die Fixkosten der eigenen Fahrzeugflotte zu reduzieren. Als Pionierunternehmen der Shared Logistik ist die Frachten- und Laderaumbörse Timocom bereits seit Jahren europaweit erfolgreich. In den USA macht in diesem Zusammenhang das kalifornische Start-up Unternehmen Cargomatic von sich reden. Das Unternehmen vermittelt freien Laderaum auf LKWs gegen Kostenbeteiligung an andere Unternehmen.

Technologische Weiterentwicklungen bringen zudem neue Einflüsse für die Arbeitswelt mit sich. Neue Arbeitskulturen haben das Potenzial, wirtschaftlichen Erfolg anzutreiben und gleichzeitig Lebensqualität und Chancengleichheit zu verbessern. Allerdings, so der Verband, bedeute New Work auch neue Herausforderungen, weil Arbeits- und Privatleben zusehends miteinander verschmelzen.

Die Virtualisierung der Arbeitswelt hat laut Eco auch Auswirkungen auf die Art und Weise des Zusammenarbeitens. Klassische hierarchische Strukturen werden nach und nach durch ein agiles People Management mit ausgeprägter Feedback-Kultur und Transparenz ersetzt. Beim Recruiting kommen zusehends innovative Bewerbungsverfahren zum Tragen.

Das Privatleben wird außerdem durch neue Entertainment-Formen geprägt. Der Erfolg von Streaming wird neue Geschäftsmodelle und neue Anbieter nach sich ziehen. Schon jetzt haben klassische Radio- und Fernsehsender gegenüber Apple, Amazon, Netflix & Co. das Nachsehen. Der Second Screen ist in vielen Haushalten schon Alltag, dabei erwarten Verbraucher einen reibungslosen Medienwechsel. Beispiel: In Zukunft wird es für Medienkonsumenten selbstverständlich sein, den auf dem Tablet begonnenen Film auf dem großen Screen nahtlos fortzusetzen.

In der Branche wird sich 2016 der Wettlauf um die zwei wohl wichtigsten „Güter“ der Entertainment-Branche fortsetzen: Der Zugang zum Konsumenten, etwa über Set-Top-Boxen und möglichst geschlossene Techno-Ökosysteme einerseits und exklusive Inhalte andererseits.

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Schlagworte zum Thema:  Internet, Online-Marketing, Digitalisierung, Internet der Dinge

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