03.12.2015 | Digitalisierung

Das sind die 6 wichtigsten Technologietrends für 2016

Die Zahl der Touchpoints, über die die Menschen auf Informationen zugreifen oder interagieren wollen, steigt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Gartner hat sechs wichtige Trends der Digitalisierung identifiziert, die sich langfristig auf Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle auswirken werden. Dabei dreht sich alles um das Internet der Dinge und die sinnvolle, automatische Nutzung von Daten. Lesen Sie rein.

1. The Device Mesh

Die Zahl der Touchpoints, über die die Menschen auf Informationen zugreifen oder interagieren wollen, steigt. Zu diesem wachsen Netzwerke von Endgeräten gehören mobile Devices, Wearables, elektronische Geräte, Fahrzeuge etc. - ebenso wie Sensoren im Internet der Dinge. Der Kunde bewegt sich künftig in einer post-mobilen Welt.

2. Ambient User Experience

Dieses Netzwerk der Devices schafft die Basis für neue, kontinuierliche und umfließende User Experiences. Augmented bzw. Virtual Reality sind nur eine Ausprägung dieses Trends mit Potenzial. Die umfließende User Experience sorgt für Kontinuität über die Grenzen von Gerät, Zeit und Raum hinweg. Entsprechende Anwendungen zu entwickeln, ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre.

3. 3D Printing Materials

Die Zahl der Materialien, die für 3D-Druck verwendet werden können, nimmt zu. Für die kommenden 20 Jahre erwartet Gartner ein stetiges Wachstum dieses Sektors. Denn auch die Drucker werden besser, und sie werden schneller drucken können.

4. Information of Everything

Jeder Teil des digitalen Netzwerks produziert, nutzt und überträgt Daten. Neben Text, Audio und Video werden auch Informationen aus Sensoren dazugehören, ebenso wie Kontextinformationen. Information of everything meint Ansätze, die alle diese Daten miteinander verbinden. Bislang liegen die vorhandenen Informationen meist isoliert vor. Semantische bzw. analytische Tools werden hier den Datendschungel lichten.

5. Advanced Machine Learning

Ein weiterer zentraler Trend ist das maschinelle Lernen. Es entstehen Systeme, die ihre Umwelt selbstständig wahrnehmen und daraus lernen können. Die Zunahme der Zahl der Datenquellen und die Komplexität der Daten macht eine automatische Verarbeitung erforderlich. Deep neural nets (DNN) lassen smarte Maschinen "intelligent" erscheinen. In diesem Bereich tut sich viel, und die Unternehmen müssen zusehen, daraus für sich Wettbewerbsvorteile zu ziehen.

6. Autonomous Agents and Things

Maschinelles Lernen führt dazu, dass immer mehr Geräte autonom agieren können - seien es Roboter, selbstfahrende Fahrzeuge, virtuelle persönliche Assistenten etc. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf smart gemachter Hardware liegen, sondern auch auf Angeboten, die nur aus Software bestehen. Autonome Agents, deren Vorgänger (wie zum Beispiel Siri) wir bereits kennen, werden in einer Welt der umfließenden User Experience zum wichtigsten Interface für den User. In den nächsten Jahren könnte deshalb eine Post-App-Welt entstehen, mit dynamischen Interfaces jenseits von Knöpfen und Buttons. Autonome Agents könnten auch dafür sorgen, dass sich die Menschen verstärkt wieder den Dingen zuwenden können, die nur Menschen leisten können.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Customer Journey, Big Data, Analytics, Kundenbindung, CRM

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