| D21-Studie

Mobile Devices verbreiten sich schnell

Informationsdienste gehören zu den am häufigsten genutzten mobilen Anwendungen.
Bild: Michael Bamberger

Die Anzahl mobiler Endgeräte sowie deren Nutzung steigt einer Studie der Initiative D21 und Huawei Technologies zufolge weiter an. Inzwischen besitzen 73 Prozent der Deutschen ein Smartphone und 13 Prozent ein Tablet. Die Experten beobachten darüber hinaus eine Verschiebung von Desktops zu mobilen Geräten.

2012 hatten demzufolge erst 24 Prozent ein Smartphone beziehungsweise fünf Prozent ein Tablet besessen. Der Anteil derjenigen, die über mobile Geräte ins Internet gehen ist innerhalb eines Jahres damit um 13 Prozent auf 40 Prozent gestiegen. Mehr als jeder Zweite, der stationär surft, nutzt zusätzlich auch das mobile Internet. Dies entspricht einem Zuwachs von 18 Prozentpunkten in diesem Zeitraum.

Die Ergebnisse der Studie "Mobile Internetnutzung: Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft" zeige eine deutlich positive Gesamtentwicklung, so Robert A. Wieland, Vizepräsident der Initiative D21 und Geschäftsführer von Infratest, dem Marktforscher, der die Studie auch durchgeführt hatte. Da die Zuwachsraten bei der Internetnutzung in den letzten Jahren ins Stocken geraten seien, liege in der mobilen Internetnutzung nun weiteres Potenzial für einen Entwicklungsschub der digitalen Gesellschaft in Deutschland. Beleg dafür sei aktuell eine deutliche Verschiebung von einfachen Mobiltelefonen zu Smartphones und von Desktop-Computern zu Tablets.

LTE auf dem Vormarsch

Der nächste Schritt ist deshalb der Auf- und Ausbau eines flächendeckenden und leistungsstarken Breitbandnetzes. Für Olaf Reus, Mitglied der Geschäftsleitung von Huawei, gehört dazu auch die LTE-Technologie. Welche mobilen webbasierten Anwendungsmöglichkeiten künftig zur Verfügung stehen, bleibe abzuwarten. Fest steht: Sie werden die vorhandenen Netzkapazitäten deutlich strapazieren. 27 Prozent der Befragten kennen zumindest den Begriff LTE, 41 Prozent wissen, worum es sich handelt. Die tatsächliche Nutzung ist mit sieben Prozent aber noch sehr gering. Immerhin 18 Prozent planen bereits eine entsprechende Nutzung.

Den deutlichsten Anstieg bei der mobilen Internetnutzung verzeichnen die sozialen Netzwerke mit fünf Prozentpunkten, außerdem E-Mails, die Suche nach Themen und Inhalten, die Nutzung von Informationsdiensten mit ortsgebundenem Bezug sowie E-Commerce mit jeweils vier Prozentpunkten. Bei datenintensiven Anwendungen wie Filmen und Videos oder Cloud- und Audio-Diensten kommt meist noch das stationäre Internet zum Einsatz.

Interessanterweise haben auch Offliner die Vorteile des mobilen Internet erkannt. 69 Prozent können diese sogar konkret benennen. 89 Prozent derjenigen, die noch keinen Zugang zum mobilen Web haben, sagen, ihnen seien die Möglichkeiten ihres stationären Gerätes bislang ausreichend. 63 Prozent nennen Sicherheitsbedenken und 51 Prozent fürchten versteckte Kosten und Kostenfallen. Immerhin 28 Prozent ist die Technik schlichtweg zu komplex.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Marktforschung, Online-Marketing

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