19.03.2014 | Content-Planung

10 Tipps wie Sie einfach an Ideen für Ihre Webinhalte kommen

Verbessern Sie Ihre Content-Planung!
Bild: Haufe Online Redaktion

Content ja, aber mit welchen Themen? Auch wenn vielerorts die Notwendigkeit von guten Inhalten eingesehen wird, mangelt es oft noch an Ideen. Gastautor Martin Stäbe erklärt, mit welchen Tipps die Content-Planung einen Schritt weiter kommt.

Content Marketing ist derzeit in aller Munde – in einer Statista-Umfrage im Jahr 2013 gaben 55 Prozent der 60 befragten Marketing-Experten an, dass sie bereits über eine Content Marketing Strategie verfügten, 37 Prozent planen für die Zukunft eine solche Strategie. Nur für acht Prozent spielt das Thema überhaupt keine Rolle.  Beim Content Marketing geht es in erster Linie darum, Texte mit Mehrwert für die Zielgruppe zu erstellen, die den User von einem Angebot überzeugen und so für eine profitable Kundenbeziehung sorgen. Doch Content Marketing ist nur die Kür, wie Miriam Löffler in ihrem Ende Februar erschienenen Buch „Think Content“ schreibt, Content Strategie hingegen die Pflicht. Bevor es an die Entwicklung einer Content Marketing Strategie geht (die oft ganz fehlt), stehen zunächst die sorgfältige Analyse des Status quo, die Planung der Inhalte für die Zielgruppe, die Produktion der Inhalte und das operative Management von nützlichem und nutzbarem Content auf dem Programm.  

 

Nachfolgend erhalten Content-Verantwortliche in Unternehmen zehn Tipps an die Hand, wie Sie im Rahmen der Content-Planung passende Ideen für den eigenen Online-Auftritt generieren

 

  1. Lernen Sie von der Konkurrenz: Sie haben Online-Konkurrenten, die bei Google & Co. besser als Sie selbst gelistet sind? Dann sollten Sie sich diese Seiten unbedingt einmal genauer ansehen, vielleicht können Sie sich ja von den dort präsentierten Inhalten inspirieren lassen. Beispiel: Ihr Wettbewerber führt auf seinem Blog eine Top 10-Liste mit den besten Artikeln des vergangenen Jahres? Diese können Sie mit einem Blick in Ihre Webanalyse-Daten auch einfach selbst erstellen. Hüten Sie sich allerdings davor, Content 1:1 zu kopieren, da Sie sich ansonsten der Abmahnungsfalle Urheberrecht aussetzen. Auch beim Thema Keywordrecherche können Sie auf die Konkurrenz schauen.
  2. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen: Im Alltag großer Unternehmen ist es häufig so, dass unsichtbare Mauern zwischen den einzelnen Abteilungen existieren und nur selten miteinander gesprochen wird. Ob Marketing, PR, IT oder Produktmanagement, jeder werkelt munter vor sich hin und keiner weiß eigentlich so recht, was der andere macht. Dabei ist untergegangen, dass die IT-Abteilung jetzt neue umweltschonende Rechner im Einsatz hat. Oder Sie finden in der neuen Marketingbroschüre Informationen über das Unternehmen, die Sie bisher noch gar nicht kannten, sich aber wunderbar für die Website eignen.
  3. Wagen Sie einen Blick in die Zukunft: Erzählungen und Berichte darüber, wie wir in fünf, zehn oder 20 Jahren leben und arbeiten werden, sind immer spannend zu lesen. Entwerfen Sie beispielsweise in Ihrem Firmenblog eine realistische Zukunftsvision für Ihre Branche und laden Sie andere zu Diskussionen hierüber ein. Beispiel: Sie sind eine Online-Firma  und spekulieren, wie der Bereich Suchmaschinenoptimierung bzw. Online Marketing im Jahr 2020 aussehen wird.  
  4. Verfolgen Sie Diskussionen der Zielgruppe in themenrelevanten Foren: Egal, ob Sie im Mode-, Heimwerker- oder Nahrungsergänzungsmittel-Bereich tätig sind: Für jede Branche bzw. jede Nische gibt es eigene Foren, in denen Sie eine Menge über Ihre Zielgruppe lernen können. Dort erfahren Sie, welche Themen diese bewegt, worüber sie spricht, was ihr fehlt und wofür sie sich begeistert – einfacher geht Marktforschung im World Wide Web nicht. Aus diesen Informationen lassen sich beispielsweise sehr gut Ideen für Themenratgeber oder weitere Content-Arten generieren. 
  5. Sprechen Sie mit Ihrem Kunden-Support: Ihr Unternehmen befindet sich über den Support in einem ständigen Austausch mit den Kunden. Gehen Sie aktiv auf Ihre Kollegen zu und lassen Sie sich erklären, welche Probleme oder Schwierigkeiten bei der Nutzung der eigenen Produkte oder Dienstleistungen auftauchen. Erstellen Sie anschließend eine FAQ-Seite, in der Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen bieten. So haben Sie nicht nur ganz einfach Mehrwert-Content für Ihren Webauftritt geschaffen, gleichzeitig entlasten Sie auch noch das Support-Team.  
  6. Interviewen Sie Experten: Interviews mit Experten sind ein beliebtes Mittel, um den eigenen Seiten eine gewisse Autorität zu verleihen. Identifizieren Sie geeignete Fachleute in Ihrer Branche (zum Beispiel über Xing oder Google+) und bitten Sie diese um ein kurzes Interview zu einem aktuellen Thema, das Sie auf Ihrer Website veröffentlichen dürfen. Dabei kann ein Experte zum Beispiel auch der Hausarzt um die Ecke sein. Oder Sie bitten den Bundestagsabgeordneten Ihres Wahlkreises um eine Einschätzung, auf welche politischen Rahmenbedingungen sich Ihr Metier in den nächsten Jahren einzustellen hat. Höfliches Fragen kostet nichts!
  7. Werten Sie die Zahlen aus Ihrer Analyse-Software aus: Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe? Werfen Sie einen Blick in Ihre Analyse-Software und identifizieren Sie Content-Formate, die auf Ihrer Internetseite bisher gut angekommen sind. Dieses Format sollten Sie dann in Zukunft ausbauen!
  8. Nutzen Sie kostenlos vorhandene Tools: Um Content-Ideen für Ihren Webauftritt zu erhalten, nutzen Sie kostenlos vorhandene Online-Werkzeuge, zum Beispiel das Tool ubersuggest.org. Geben Sie in das Suchfeld einfach Ihr Hauptkeyword oder Ihr Produkt ein (z. B. Mountainbike) und schon erzeugt das Tool Mehrwort-Suchbegriffe (Longtail-Keywords), die Ihnen Hinweise auf mögliche Themen für Ihre Website liefern. Die Twitter-Suchmaschine Topsy stellt in dieser Hinsicht ebenfalls eine wahre Fundgrube dar. Hier finden Sie weitere kostenlose SEO-Tools.
  9. Stöbern Sie im Archiv: Sie betreiben Ihr Geschäft bereits in der dritten Generation? Dann stöbern Sie einmal in Ihrem Archiv und graben Sie alte Schätze aus, die Ihre Kunden auch heute noch interessieren. Wie wurde früher in Ihrer Branche gearbeitet? Welche Maschinen kamen damals zum Einsatz? Gibt es alte Werbeplakate? Aus diesem Stoff lässt sich mit Sicherheit eine spannende Fortsetzungsgeschichte stricken.
  10. Kommentieren Sie das aktuelle Nachrichten-Geschehen: Sie verkaufen Staubsauger und der Gesetzgeber hat beschlossen, dass künftig nur noch solche Geräte verkauft werden dürfen, die weniger als 1600 Watt Leistung liefern? Dann kommentieren Sie diese Nachricht und erklären Sie Ihren Kunden, was das für sie bedeutet. Die tägliche Lektüre der Tageszeitung bzw. von Google News sollte zur Pflichtübung eines jeden Content-Marketers werden.

Natürlich ließe sich diese Liste noch beliebig fortsetzen – doch auch so sollte an Content-Ideen für Ihre Branche nun kein Mangel mehr bestehen. Weitere Ideen erhalten Sie im OSG-Blog. Allein bei diesem Brainstorming kann es jedoch nicht bleiben. Da in einem Unternehmen nur begrenzte Mittel zur Verfügung stehen, müssen die Inhaltsideen in einem nächsten Schritt gefiltert, konkretisiert und Zuständigkeiten festgelegt werden.

Über den Autor

Martin Stäbe studierte an den Universitäten Augsburg und Rennes I (Frankreich) Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Bei der Online Solutions Group ist er seit Januar 2011 für den Bereich SEO zuständig, seit Juni 2012 als Content Manager. In dieser Funktion betreut er auch den Agenturblog.

Schlagworte zum Thema:  Content Marketing, Content, Strategie, Suchmaschinenoptimierung, Planung

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