08.04.2015 | Serie Content Marketing Tools

Mit diesen Tools erstellen Sie Infografiken

Serienelemente
Diese Tools brauchen Sie, um gute Infografiken zu erstellen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Trend zur Infografik hält an - aus gutem Grund. Denn Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Aber mit welchen Tools lassen sich gute Infografiken möglichst einfach, kostengünstig und schnell erstellen? Wir stellen Hilfsmittel vor, die die Arbeit mit Infografiken erleichtern.

 

Canva ist ein gratis Online-Tool um Grafiken zu erstellen. Die Bedienung ist so leicht, dass auch Laien problemlos gute Ergebnisse erzielen können. Verschiedene Templates ermöglichen dabei die zielgerichtete Erstellung nicht nur von Infografiken, sondern auch von Facebook-Postings, Kindle-Cover und vielen weiteren Formaten. Die Drag & Drop-Oberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Canva ist kostenlos nutzbar, die Zahl der zur Verfügung stehenden Designelemente allerdings überschaubar. Das Geschäftsmodell von Canva basiert auf dem Verkauf von zusätzlichen Grafikeinheiten, die für jeweils einen Dollar für die aktuelle Grafik eingekauft werden können. Die Suchfunktion und die Unterscheidung zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Inhalten könnte zwar besser sein, ein Gridsystem vermisst man ebenfalls, insgesamt ist Canva aber gerade für Einsteiger empfehlenswert.

 

Das Infografik-Tool Easel.ly macht seinem Namen alle Ehre. Es ist tatsächlich simpel zu bedienen, aber auch mächtig. Mit etwas Übung lassen sich so recht komplexe Infografiken erstellen. Dank akzeptabler kostenloser Designvorlagen und –elementen ist auch die Diversität gegeben, die aber besser sein könnte. Exportieren lassen sich die Grafiken sowohl in niedriger, als auch in hoher Qualität – sowohl als JPG als auch als PDF. Easel.ly hat auch ein Premium-System. Für 36 Dollar im Jahr können dann viel mehr Vorlagen und tausende weitere Designelemente verwendet werden. In der kostenlosen Variante ist Easel.ly vielleicht das beste Infografik-Programm.

Piktochart ähnelt auf dem ersten Blick Easel.ly. Die Bedienung ist ähnlich einfach, die Ergebnisse bei entsprechendem Aufwand ebenfalls überzeugend. Besser ist die Auswahl an Icons und Grafiken. Sonst ist der kostenlose Funktionsumfang geringer. Bilder sind per Wasserzeichen gekennzeichnet, hochauflösenden PDF-Export gibt es nicht und die Anzahl der Uploadslots ist begrenzt. All diese Mankos können aber durch einem Premiumaccount ausgehebelt werden. Dieser kostet 29 Dollar pro Monat.

Picmonkey ist ein browserbasiertes Bildbearbeitungsprogramm. Als solches ist es ungeheuer vielseitig, und reicht sogar, um ganze Infografiken zu erstellen. Picmonkey ist aber eigentlich eher dazu da, vorhandene Bilder zu optimieren. Seien es Standard-Anpassungen wie Bildgröße oder Schärfe, oder komplexere Elemente wie Spezialeffekte, Bilderrahmen oder Texturen. In der Basisfunktion ist Picmonkey kostenlos (und ohne Anmeldung) nutzbar, auch der Dateidownload ohne Wasserzeichen. Für die vielen Premiumfunktionen gibt es ein Bezahlmodell, welches den Geldbeutel mit 33 Dollar pro Jahr belastet.

 

Infogr.am ist ein Online-Tool speziell für Infografiken. Das Ziel des Tools ist es, Infografiken so einfach wie möglich zu erstellen. Und tatsächlich lassen sich mit Infogr.am so schnell passable Infografiken erstellen, wie mit kaum einem anderen Programm. Entfernt man sich aber von den von Infogr.am vorgegebenen Vorlagen, wird es deutlich schwieriger. Ein weiterer Nachteil: Mit der kostenlosen Version lassen sich Infografiken nicht downloaden. Erst für 15 bzw. 42 Dollar pro Monat wird diese Funktion freigeschaltet. Für 15 Dollar ist auch noch das Infogr.am Wasserzeichen obligatorisch. Diese Restriktionen machen Infogr.am im Vergleich zu Piktochart und Easel.ly etwas unattraktiver.

 

Wordle ist das ideale Tool um schnell eine schöne Wörterwolke zu erstellen. Dabei kann der Nutzer entweder selbst Begriffe eingeben, oder eine URL einfügen, aus der sich Wordle dann die häufigsten Begriffe heraussucht, und eine Wolke erstellt. Die Java-basierte Applikation ist kostenlos nutzbar und das Ergebnis nach nur wenigen Klicks brauchbar. Eine Alternative (Silverlight) ist die Applikation Tagxedo.

 

Wenn Sie ein schönes Zitat haben und es ideal zur Geltung bringen wollen, dann hilft das kostenlose Online-Tool ReciteThis. Alles was Sie brauchen, ist ein Zitat. Auf der Seite können Sie es in ein entsprechendes Fenster kopieren, ein passendes Template auswählen und die Grafik erstellen lassen. Ein weiterer Klick teilt das Ergebnis auf einem sozialen Netzwerk Ihrer Wahl oder lädt das Bild auf Ihren PC herunter. Der Funktionsumfang ist simpel, aber überzeugend – und umsonst. Eine Alternative stellt Quotescover dar.

 

Für interaktive Timelines ist die Auswahl an guten Tools noch begrenzt. Ein Programm, mit dem sich gute Ergebnisse erzielen lassen, ist Timeline JS. Die Daten lassen sich einfach über eine Excel-Tabelle in Google Docs pflegen und das Ergebnis auf jeder Seite einbinden – kostenlos. Auch Bilder können problemlos integriert werden. Zwar wären mehr Individualisierungsmöglichkeiten wünschenswert und auch die Optik wirkt etwas altbacken, dennoch lässt sich mit Timeline JS gut arbeiten.

 

Visme ist ein weiteres Infografik-Programm. Das noch im Beta-Stadium befindliche Tool ist kostenlos nutzbar und kann sich sehen lassen. Vor allem die Bedienoberfläche ist die vielleicht ansprechendste aller Infografik-Tools. Die Auswahl an Vorlagen und Bausteinen in der Gratis-Version ist allerdings noch sehr begrenzt und nach drei Infografiken ist Schluss. Dafür ist die Exportfunktion bereits in der Basisversion integriert. Interessant wird Visme allerdings erst mit der Bezahlversion, die sechs bzw. 16 Dollar pro Monat kostet, das Visme-Logo auf den Grafiken entfernt, den PDF-Download erlaubt und Zugang zu allen Designelementen gewährt.

 

Interaktive Infografiken liegen im Trend. Mit Infogrfx lässt sich eine bestimmte und sehr beliebte Art der interaktiven Infografik umsetzen. Die Rede ist von der Echtzeit-Infografik, die anzeigt, was pro Sekunde passiert. So lassen sich Verkäufe, Importe oder andere Metriken verdeutlichen. Ein Beispiel finden Sie hier. Das kostenlose Tool ist einfach zu bedienen, lässt aber beim Funktionsumfang und den Anpassungsmöglichkeiten viele Wünsche offen. Trotzdem ist das Tool für kleinere Projekte empfehlenswert.

 

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Schlagworte zum Thema:  Content Marketing, Content, Social Media Marketing, Social Media, Facebook, Twitter, Design

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