Wie geschmiert verkaufen sich Cremes, wenn die Werbung passt. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wie Content Marketing bei Fast Moving Consumer Goods (FMCH) aussehen muss, zeigt eine Studie des Marktforschers Yougov. Zentrales Ergebnis: Gute Inhalte allein reichen nicht aus.

Beim Content Marketing für Fast Moving Consumer Goods spielen relevante Themen zwar eine wichtige Rolle, doch wer Lebensmittel oder Kosmetik verkaufen will, muss laut Studie "Wundermittel Content Marketing – Branchenreport FMCG“ potenziellen Kunden deutlich mehr bieten.

Wer Content Marketing betreibe, müsse es richtig betreiben, erklären die Studienautoren um Markus Braun, Head of Business Unit Reports beim Marktforscher Yougov. So seien Contentaffine im FMCG-Bereich im Vergleich zu anderen Branchen eher weiblich und hätten ganz eigene Vorstellungen davon, wie man ihnen ein Produkt näherbringen kann. Insbesondere ältere Kundinnen ab 55 Jahren ist es wichtig, dass sie ein Produkt ausprobieren können (44 Prozent). Bei den Jüngeren zwischen 18 und 24 Jahren sind es mit 37 Prozent weniger. Eine sinnvolle Content-Marketing-Kampagne verknüpft deshalb intelligente Inhalte mit Produktproben, um es erlebbar zu machen.

Content: Hintergrundinformationen und kurze Videos

Jüngere Zielgruppen springen hingegen auf bekannte Testimonials an. Und empfiehlt ein Prominenter ein Produkt, stößt dies auch bei den Besserverdienern auf Zustimmung. Jüngere vertrauen außerdem den Empfehlungen anderer und greifen besonders gerne zu Produkten, die andere für sie "vorgetestet“ haben. Jedem zweiten Contentaffinen sind bei Lebensmitteln und Kosmetika zudem Hintergrundinformationen wichtig.

Die Möglichkeiten, Interessierte für ein Produkt zu begeistern, seien in diesem Bereich vielfältig, sagt Braun. So könnten Unternehmen beispielsweise erklären, auch wo die Rohstoffe herkommen und Proben direkt am Point of Sale an die Kunden verteilen. Als Kampagnen eigen sich zudem kurze Videos über die Anbauregion der Rohstoffe oder lokale Zulieferer.

Darüber hinaus achten diese Kundengruppen auf das Image einer Marke: Gerade Unternehmen, die bei Kunden bereits gut ankommen, können durch passenden Content ihr positives Image noch weiter ausbauen.

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende Yougov-Datenbank zugegriffen, für die im Laufe eines Jahres rund 60.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden.

Lesen Sie auch: So generieren Sie mit digitalem Content neue Umsätze

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Content Marketing, Werbung, Online-Marketing

Aktuell
Meistgelesen