10.08.2016 | Content Marketing

Content Distribution: Unternehmen verschenken Reichweite

Eine Strategie zur Verbreitung von Content fehlt in vielen Unternehmen.
Bild: Comstock Images, a division of JupiterImages Corporation

Unternehmen streuen ihren teuer erstellten Content nicht optimal. So das Ergebnis der Studie "Content Marketing und Content Promotion in der DACH-Region“ des Online-Vermarkters Ligatus.

Demnach nutzen drei Viertel der Unternehmen überwiegend eigene Kanäle und versuchen so Reichweite zu generieren. Das kann aber nach Ansicht der Experten kaum gelingen, weil nur Personen erreicht werden, die bereits eine Verbindung zum Unternehmen haben. Potenzielle Kunden außerhalb des eigenen Einflussbereiches werden dabei zu wenig angesprochen.

Erklärtes Ziel der Unternehmen ist die Festigung der Marke unter Bestandskunden. Aber: Über die Hälfte (54 Prozent) die es einsetzen, möchten auf diesem Weg auch neue Kunden gewinnen. Die Verbreitung auf eigenen Kanälen (Owned Media) steht für drei Viertel der befragten Marketer im Vordergrund, zahlt allerdings nicht auf dieses Ziel ein. Bezahlte Kanäle (Paid Media) wie Social Media oder Anzeigen in Suchmaschinen sind für 58 Prozent wichtig, um zusätzliche Reichweite zu erzielen.

Distributions-Kanäle werden nicht strategisch abgestimmt

Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Studienteilnehmer berichtet, dass eine strategische Abstimmung der einzelnen Distributionskanäle fehlt. Dabei ist der Mix an Kanälen recht umfangreich: 61 Prozent verbreiten die Inhalte über Werbung in Social-Media-Netzwerken, 49 Prozent setzen auf Newsletter und 44 Prozent auf Content Promotion über Text-Bild-Anzeigen. Reine Display-Anzeigen werden von nur 37 Prozent für die Content-Verbreitung gebucht. Perfekt wäre, SEO und Content Marketing miteinander zu verbinden.

Das Potenzial verpuffe in vielen Unternehmen, beklagt Lars Hasselbach, Geschäftsführer DACH bei Ligatus. Guter Content sei teuer und müsse deshalb strategisch, also auch außerhalb der eigenen Kanäle, verbreitet werden. Sonst lohne sich der Aufwand nicht. An entsprechend redaktionell hochwertigen Umfeldern mangelt es nicht. Unternehmen sollten die aufmerksamen Leser genau hier mit relevanten Inhalten ansprechen. Eine solche Platzierung sei inzwischen natürlich auch programmatisch möglich.

Für die Studie wurden 100 Marketing-Fach- und Führungskräfte befragt. 


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Schlagworte zum Thema:  Content Marketing, Online-Marketing, Mobile Marketing, Kundenbindung

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