14.09.2016 | Social Media

Digital Natives lassen sich durch kreativen Content zum Kauf animieren

Digital Natives ist es egal, woher Content in den Social Media stammt; nur kreativ muss er sein.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Mit unterhaltsamem Content in den Social Media lassen sich gerade Digital Natives zum Kauf animieren. So das Ergebnis einer Studie von Yahoo und Tumblr. Das funktioniert besonders gut, wenn Marken mit Influencern zusammenarbeiten.

Zwei Drittel der Tumblr-Nutzer aus dem Vereinigten Königreich (68 Prozent) sagen demnach, sie kaufen ein Produkt eher, wenn ihnen der Content gefällt, der in den sozialen Medien geteilt wird. Dies gilt ganz besonders für Vertreter der Generation Y. Etwa drei Viertel (74 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass Marken nicht selten die unterhaltsamsten Inhalte für ihre Streams liefern. 70 Prozent sagen, die Quelle des Contents spiele für sie keine Rolle, solange er Spaß bringt und einen Mehrwert liefert.

74 Prozent der Tumblr-Nutzer nutzen Social-Media-Inhalte, um sich eine Meinung über eine Marke zu bilden, ebenso viele nennen eine Marke sogar einen „Freund“, wenn ihnen die Inhalte gefallen. 73 Prozent bestätigen, dass sie einer starken Social-Media-Marke auch eher die Treue halten.

Content: Influencer stärken die Verbundenheit

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Zusammenarbeit mit einer kreativen Community. Drei von vier Befragten fühlen sich stärker mit einer Marke verbunden, wenn diese mit Influencern zusammenarbeitet. Ob es sich dabei um Fotografen, Autoren oder andere Kreative handelt, spielt keine Rolle. Hauptsache, die gemeinsame Leidenschaft schweißt zusammen.

Yahoo hat fünf Prinzipien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Marken und Kreativen auf Tumblr entwickelt:

Verstehen, dass Konsumenten Marken lieben: Zwei Drittel aller täglichen Tumblr-Nutzer mögen Marken, die persönlich mit ihnen auf Social Media in Kontakt treten. Die Nutzer sind offen für Aktivitäten von Marken - so ist es die erfolgversprechendste Strategie, ihnen die besten und kreativsten Inhalte zu bieten.

Den richtigen Partner wählen: Nicht jeder Tumblr-Creator passt. Bevor man zusammenarbeitet, sollte eine umfassende Recherche über die frühere Arbeit des Kreativen, seine Haltung und visuelle Ästhetik erfolgt sein. All das muss zur jeweiligen Marke passen. Denn beide sollen von der Zusammenarbeit profitieren - Advertiser und Influencer. Werbetreibende helfen den Influencern, ihre Marke zu entwickeln und Fans zu gewinnen, während Influencer Marken bei der Erstellung und Verbreitung von wirkungsvollen Inhalten unterstützen. Eine symbiotische Beziehung eben.

Zusammenarbeit ist keine Einbahnstraße: Jede Beziehung muss ausgewogen sein. Die Kommunikation zwischen Marken und Kreativen sollte in beide Richtungen funktionieren. Es ist unabdingbar, gegenüber den Tumblr-Creators transparent zu sein und mit ihnen auf Augenhöhe zu arbeiten.

Kreativität zu schätzen wissen: Kreative brauchen kreative Freiheit. Sie entwickeln zwar Inhalte für eine bestimmte Marke. Aber damit der Content auch bei der Zielgruppe ankommt, muss er passen. Die Kreativen sollten ihren eigenen Content kreieren, mit einer Marke im Hinterkopf. Das funktioniert viel besser als gebrandeter Content, der nicht zum Stil des Kreativen passt. Man muss darauf vertrauen, dass die Kreativen ihre Fans kennen und wissen, was in der Community funktioniert.

Nie vergessen - es geht ums Geschäft: Die Kreativen wählen Marken, mit denen sie gern zusammenarbeiten und an die sie glauben. Dennoch handelt es sich immer noch um eine Geschäftsbeziehung. Marken sollten den Kreativen Tools und Ressourcen zur Verfügung stellen. Und sie sollten nie vergessen: Publicity allein ist keine angemessene Bezahlung.

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So macht man Content Marketing richtig

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media, Kundenbindung

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