Searchmetrics wagt mal wieder einen Blick in die Glasgoogle. Bild: Stockbyte

Es gibt keine universell gültigen SEO-Rankingfaktoren für alle Bereiche mehr. Das ist die zentrale Botschaft der Rankingfaktoren-Studie 2016 von Searchmetrics. Nur der Content muss eigentlich immer stimmen.

Heute existieren laut der Studie "Rebooting Ranking-Faktoren" im Prinzip sogar für jede Google-Suchanfrage differierende Rankingfaktoren, die sich fortwährend ändern. Der Grund dafür liegt demnach in der Entwicklung und Anwendung von Machine-Learning-Algorithmen, die in die Bewertung von Websites und von Suchanfragen durch Google einfließen, und so immer genauer unterschiedliche Nutzerbedürfnisse und Suchintentionen abdecken.

Die wichtigsten Erkenntnisse zu den Rankingfaktoren bei Google

  • Relevanter Content, der die Nutzerintention perfekt erfüllt, ist inzwischen der wichtigste Rankingfaktor. Demnach erfolgt die Relevanz-Bewertung von Google mittlerweile in Echtzeit auf Basis der Inhalte einer Website, ihrer technischen Umsetzung sowie einer Analyse der Nutzerzufriedenheit. Die Relevanz des einzelnen Keywords nimmt hingegen immer weiter ab. Im Jahr 2016 hatte nur noch die Hälfte der Top-20-URLs das Keyword im Titel. Auch die Bedeutung des Keywords im Body ist gesunken. Als relevant eingestuft werden hingegen Inhalte, die möglichst viele Fragen beantworten oder viele wichtige Teilaspekte eines Themas abdecken, immer im Hinblick auf die individuelle Userintention. So können dies Text, Bild, Videos, Bullet Points oder eine Mischung aus verschiedenen Content- und Struktur-Elementen sein.
  • Backlinks sind nur noch einer von vielen Faktoren. Die Bedeutung von Backlinks nimmt messbar weiter ab, vor allem vor dem Hintergrund der Zunahme von mobilen Suchanfragen. Schließlich wird eine URL auf Mobilgeräten geliked oder geteilt, aber kaum aktiv verlinkt. Auch die zunehmend größere Rolle von Apps und App-Rankings in der organischen Suche lässt die individuelle Wichtigkeit von Backlinks weiter zurückgehen. Sie sind zwar weiterhin Teil des Algorithmus, mittlerweile jedoch ein Faktor unter vielen und nicht wie früher das Maß aller Dinge.
  • Die Studie liefert auch neue Daten zu CTR, Bounce Rate und Time on Site. So liegt die durchschnittliche Verweildauer (Time on Site) für die Top-10-URLs bei 3 Minuten und 43 Sekunden. Die Bounce Rate beträgt für URLs der ersten Suchergebnisseite 40 Prozent. Die durchschnittliche Click-Through-Rate auf den Positionen 1-3 liegt bei 36 Prozent. Die Logik hinter diesen Zahlen: Zufriedene Nutzer bleiben länger auf einer Seite, besuchen mehr Seiten pro Domain und springen seltener in die Suchergebnisse zurück. Die entsprechenden Werte lassen daher Rückschlüsse darauf zu, ob ein User mit den angezeigten Ergebnissen zufrieden ist.
  • Seiten-Verschlüsselung per HTTPS ist weiter auf dem Vormarsch. Ab 2017 wird Google Websites, die nicht auf HTTPS umgestellt sind, im Google Chrome Browser als unsicher markieren. Ende 2016 weisen immerhin ein Drittel der Landingpages eine HTTPS-Verschlüsselung auf, im vergangenen Jahr lag dieser Anteil erst bei 14 Prozent.
  • Grundlegende SEO-Faktoren, die für eine saubere technische Umsetzung einer Website stehen, bleiben auch in Zukunft wichtig. Dazu gehören Seitenladezeit, Dateigröße, interne Verlinkung, Seitenarchitektur sowie die Mobilfreundlichkeit.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, SEO, Suchmaschinenoptimierung, Content Marketing

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