Die Digitalisierung des Marketing führt zu immer neuen Trends. Bild: Haufe Online Redaktion

Sprachassistenten und Programmatic Dialog werden die Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern intensivieren. Die Fokusgruppe Audio im Bundesverband Digitale Wirtschaft erklärt drei Trends des Jahres, und wie sie den Audiomarkt voranbringen.

Mit diesen Entwicklungen steht die Audio-Branche 2018 vor einer großen Chance:

Sprachsteuerung. Vor einem Jahr erst wurden Alexa und Co. eingeführt, doch die Geräte zur Spracherkennung und Sprachsynthese haben bereits ihren Tipping Point erreicht. Ob am Handy oder am Smart Speaker: Dreiviertel der Deutschen haben laut einer BVDW-Studie schon Erfahrungen mit digitalen Sprachassistenten gesammelt oder würden diese nutzen.

Neue Digitalisierungswelle: Immer mehr Umsatz wird mit Sprachassistenten generiert

Was vor zehn Jahren das erste Smartphone für das mobile Internet war, sind Smart Speaker von Amazon und Google für Audio-Internet. Andere Tech-Giganten ziehen nach: Ob Microsoft, Apple oder die Deutsche Telekom, alle haben Smart Speaker im Angebot oder bereiten deren Markteinstieg vor. Doch schon heute sind die Grundlagen geschaffen, damit die auditive Kommunikation zwischen Mensch und Maschine 2018 für die Mehrheit der Deutschen zur Selbstverständlichkeit wird.

Audio legt zu und entwickelt sich weiter

Podcasts: Fast jeder fünfte Deutsche hat laut Webradiomonitor bereits Erfahrungen mit Podcasts gemacht. Tendenz steigend. Entsprechend positiv entwickeln sich die Werbeumsätze mit Podcasts, die von 2016 auf 2017 um 85 Prozent zugelegt haben. Laut Tech Lab des Interactive Advertising Bureau (IAB) sind Podcast-Hörer die loyalsten und interaktivsten unter allen Nutzern digitaler Medien. Und laut AS&S Radio Studie stehen weder Alter noch technische Komplexität der Podcast-Nutzung im Weg. Ihre Nutzer besitzen ein extrem hohes Aufnahmevermögen und Verlangen nach Informationen. 2018 werden nach den USA und Skandinavien Podcasts auch in Deutschland wachsen und damit den Online-Audio-Markt befeuern.  Und das nicht nur, weil die Zahl der privaten Podcaster zunimmt. Auch immer mehr Marken und Medien bieten entsprechende Angebote an.

Programmatic Audio: Der dominante Werbetrend im Audiobereich ist Programmatic Audio. Nach erfolgreichen Tests in den letzten Jahren kann Audio nun mit den anderen Mediengattungen gleichziehen. Das heißt auch: Marketing-Zielgruppen werden in Media-Zielgruppen übersetzt und Werbungtreibende erhalten die Chance, diese gezielter und kontaktgenauer mit einer Audiobotschaft zu erreichen. Audioplanung wird sich deshalb mit neuen Planungsparametern und Zielgrößen auseinandersetzen. Audiopublisher und -vermarkter werden erheblich in Datenerhebung investieren müssen.

Den Online-Audio-Angeboten kommt eine Vorreiterrolle für die gesamte Branche zu, weil sie aufgrund des Rückkanals schneller Innovationen aus anderen Online-Bereichen umsetzen können. Das über UKW und DAB+ verfügbare Werbeinventar wird derzeit ebenfalls sukzessive für datengetriebene Werbemethoden verfügbar gemacht. Neben der weitreichenden Automatisierung der Buchungsprozesse geht es dort vor allem um Veredelung der Werbeplätze mit zusätzlichen Daten.

Die notwendigen Nutzerdaten sind auch die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt bei der Audio-Werbung: Programmatic Creativity. Dabei werden Audiospots mit vorhandenen Nutzer- und Umfelddaten nicht nur gezielt ausgesteuert, sondern auch inhaltlich personalisiert.  

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Digitales Marketing, Werbung

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