18.12.2013 | Big Data

Jobs im Bereich Datenanalyse sind unbeliebt

Zu unglamourös ist vielen das analytische Marketing.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Big Data, Tracking und Targeting werden für Unternehmen immer wichtiger. Deshalb werden händeringend qualifizierte Mitarbeiter gesucht. Aber nur Wenige wollen im Bereich Datenanalyse arbeiten, wie eine Umfrage des Jobportals Onlinemarketingjobs.de nun ergeben hat.

Die Mehrheit (40 Prozent) der für die Umfrage "Jobs in der Online-Branche 2013" Befragten möchte lieber als Generalist tätig sein. Etwa ein Drittel (34 Prozent) bevorzugt spezielle Disziplinen des Online-Marketings wie Mobile oder Social Media. Noch 14 Prozent wünschen sich einen Job in der Kampagnenplanung und wollen demnach eher konzeptionell arbeiten; die Schlusslichter bilden operatives Kampagnenmanagement, Sales und Datenanalyse mit jeweils vier Prozent.

Dass das Thema Datenanalyse so immens an Relevanz gewonnen hat, sei vielen Newcomern nicht klar, so der Gründer des Jobportals, Philipp Westermeyer. Sie würden noch immer eher kreative Aufgaben erwarten, während der analytische Teil des Online-Marketings inzwischen wirtschaftlich einen deutlich größeren Hebel darstelle.

Ausbildungswege fehlen

Beinahe jeder zweite Befragte (46 Prozent) hatte zu Beginn seiner Tätigkeit so gut wie kein Fachwissen und hat sich dies erst in der Praxis angeeignet. 45 Prozent bezeichnen sich selbst als Autodidakten, wobei dies deutlich mehr Männer (56 Prozent) als Frauen (27 Prozent) über sich sagen. Ein Drittel (32 Prozent) hat zudem durch Praktika Erfahrungen gesammelt. Jeder Vierte (27 Prozent) hatte das Glück, an internen oder externen Weiterbildungen teilnehmen zu können, deren Kosten vom Arbeitgeber übernommen wurden.

Der klassische Ausbildungsweg ist hingegen selten zu finden. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) hat ein Fachstudium absolviert, 14 Prozent ein Traineeprogramm oder eine Ausbildung. Fünf Prozent haben berufsbegleitend studiert.

Für die Mehrheit der Befragten (74 Prozent) ist das Arbeitsklima bei der Jobsuche das entscheidende Kriterium für oder gegen ein Unternehmen. Wichtig sind außerdem eine faire Bezahlung (54 Prozent) und die Work-Life-Balance (48 Prozent). Der Kultfaktor des Arbeitgebers spielt hingegen nur für sechs Prozent eine Rolle. Selbst bei einem guten Gehalt würden nur Wenige in den genannten Bereichen Abstriche hinnehmen. Am ehesten wären sie (66 Prozent) bereit, für ein interessantes Jobangebot in eine andere Stadt zu ziehen.

Drei von vier Befragten halten persönliche Kontakte für außerordentlich wichtig, um eine Stelle in der Online-Branche zu finden. Dahinter rangieren soziale Netzwerke (71 Prozent). Jobbörsen wie Stepstone oder Monster halten nur 67 Prozent für den besten Weg. 61 Prozent suchen gezielt die Unternehmenswebsites auf und recherchieren dort nach offenen Stellen.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Database, Big Data, Social Media

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