28.05.2014 | Onlinehandel

Beim M-Commerce bietet Europa noch kein einheitliches Bild

Die Briten sind den Deutschen in Sachen M-Commerce angeblich voraus.
Bild: MEV-Verlag, Germany

In Sachen M-Commerce bietet Europa noch kein einheitliches Bild. Während beispielsweise in Großbritannien rund ein Viertel aller Online-Käufe im letzten Weihnachtsgeschäft mobil abgewickelt wurden, waren es in Deutschland nur halb so viele. Eine Studie von Emarketer liefert ausführliche Zahlen.

Europaweit kaufen immer mehr Konsumenten mit mobilen Geräten ein. Der Status quo variiert laut Studie "Western Europe M-Commerce: Rising Mobile Usage Will Boost Today’s Embryonic Markets" zum Teil erheblich. Während in Großbritannien ebenso wie in den Vereinigten Staaten der M-Commerce bereits recht etabliert ist, müssen andere noch aufholen. Dazu gehört auch Deutschland. So wurden beispielsweise in Großbritannien 20,4 Prozent aller Online-Einkäufe während des vergangenen Weihnachtsgeschäfts mobil abgewickelt, während es in Deutschland nur 10,6 Prozent, in Frankreich sogar nicht mehr als 9,5 Prozent waren. Der Durchschnitt in den untersuchten Märkten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Dänemark, Italien, die Niederlande, Spanien, Schweden, Schweiz) lag bei 10,6 Prozent.

Für 2014 geht E-Marketer in Westeuropa von einem Wachstum im gesamten E-Commerce (B2C) von 10,7 Prozent aus. Insgesamt werden dann 342 Milliarden US-Dollar online umgesetzt, ein Drittel davon (fast 110 Milliarden) in Großbritannien. Als weitere starke Märkte folgen Deutschland (58 Milliarden), Frankreich (47,65 Milliarden) und Spanien (21,10 Milliarden). Getrieben wird diese Entwicklung sowohl durch höhere Ausgaben als auch durch jene Konsumenten, die 2014 zum ersten Mal im Internet einkaufen.

Am häufigsten gekauft werden Bekleidung, Accessoires und Bücher

Auch die meisten mobilen Shopper kommen aus Großbritannien. Hier hat ein Viertel (26 Prozent) der Smartphone-Besitzer schon einmal mobil eingekauft. Auf Platz zwei liegt Deutschland mit 23 Prozent (der Bevh geht von deutlich höheren Zahlen aus), mit etwas Abstand folgen Spanien (14 Prozent), Italien (13 Prozent) und Frankreich (zehn Prozent). In diesen Ländern wurden am häufigsten Bekleidung und Accessoires (37 Prozent), Bücher (27,7 Prozent) und Elektronikartikel (26,7 Prozent) gekauft. In Deutschland ist die Reihenfolge eine etwas andere. Hier liegen Bücher vor Bekleidung und Accessoires.

In Ländern wie Deutschland, Italien, Großbritannien und Schweden ist es auch recht verbreitet, beim stationären Einkauf ein Smartphone zu nutzen (Showrooming). In diesen Ländern haben mindestens drei von zehn Konsumenten im vergangenen Juni beispielsweise im Laden nach Produktinformationen gesucht.

Auch mobile Couponing kommt langsam in die Gänge. Zehn Prozent der Deutschen, zwölf Prozent der Schweden und sogar 17 Prozent der Briten haben im Laden damit bereits Rabatte erhalten.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Commerce, Mobile Marketing, E-Commerce, Dialogmarketing, Multichannel

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