29.05.2013 | Bazaarvoice

Die 4 P des Marketing müssen umgeschrieben werden

Es ist höchste Zeit, dass sich die Markenunternehmen auf die neuen Gegebenheiten einstellen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bazaarvoice hat den "Social Trends Report 2013" vorgelegt. Darin plädieren die Autoren dafür, die 4 P des Marketing (Product, Place, Price, Promotion) mit neuem Inhalt zu füllen. Dies sei nötig, da in einer vernetzten Welt der Kunde die Regeln aufstelle.

Marken lebten nicht mehr allein durch ihr Produkt, sondern durch jeden Kontakt, den der Kunde mit dem Unternehmen hat. Deshalb müssten Marken für Erlebnisse sorgen. Diese sollten hilfreich, unterhaltsam, gewinnbringend und einzigartig sein. Und diese Erlebnisse ließen sich nicht auf den Webauftritt der Marke reduzieren.

Hinsichtlich des Ortes gelte es, sich vom Denken in Kanälen zu verabschieden. In Zeiten des Omnichannel, in denen dem Kunden alle relevanten Informationen (zum Beispiel zum Preis) jederzeit zur Verfügung stehen, müssten sich Unternehmen auf vielen Plattformen mit den Kunden verbinden. Außerdem gehören zu modernen Handelsansätzen auch flexible Liefermodelle wie online kaufen und im Laden abholen oder im Laden kaufen und nach Hause liefern lassen.

Ein Preispremium können in Zeiten erhöhter Markttransparenz laut Bazaarvoice nur noch Marken erwarten, die aus der Sicht des Kunden tatsächlich für einen Mehrwert sorgen. Die Kunden hätten eine viel größere Macht, gegebene Versprechen auch nachzuprüfen.

Gravierende Veränderungen gibt es auch in der Marktkommunikation, in der Marketingtheorie als Promotion subsummiert. Nicht mehr die Marken allein bestimmten durch Marketingmaßnahmen ihr Bild in der Öffentlichkeit, sondern die Kunden selbst. Denn Kundenmeinungen seien jederzeit für andere Kunden verfügbar. Deshalb müssten erfolgreiche Marken danach streben, ihre Kunden dazu zu bringen, ihre "Werbeinhalte" zu verbreiten. Dies gelinge jedoch nur, wenn die Kunden entsprechende positive Erfahrungen machten und die Chance hätten, diese auch mit anderen zu teilen.

Weitere Thesen des Papiers: Die einzige Möglichkeit, mit dem Kunden in der vernetzten Welt mitzuhalten, sei es, aus seinen Daten zu lernen. Und zwar schnell und in allen Abteilungen. So würden völlig neue Grade der Personalisierung möglich. Damit einher könnte gehen, dass immer mehr Kunden eine Gegenleistung für ihre Daten erwarten, auch von Marken.

Den vollständigen Report gibt's hier.

Schlagworte zum Thema:  Markenführung, Social Media, Online-Marketing, Marketing

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