04.06.2013 | B2C-Händlerstudie

Prima Klima im Online-Handel

Der interaktive Handel in Deutschland bleibt auch im Frühjahr 2013 robust.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Interaktive Handel in Deutschland bleibt weiterhin ein Wachstumsmotor. Allerdings wird das Rekordhoch aus dem Vorjahr nicht mehr ganz erreicht. Dies meldet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (Bvh).  

Der Bvh hat zusammen mit seinem Kooperationspartner Creditreform Boniversum GmbH im zweiten Jahr die Ergebnisse der B2C-Händlerstudie vorgestellt. Demnach bleibt der Interaktive Handel in Deutschland auch im Frühjahr 2013 in einer konjunkturell starken Phase. Lage und Erwartungen verbleiben auf hohem Niveau und damit deutlich über dem der deutschen Gesamtwirtschaft. Allerdings wird das Rekordhoch aus dem Vorjahr nicht mehr ganz erreicht: Trotz insgesamt deutlich überdurchschnittlichen Bewertungen werden die Auftrags-, Umsatz-, Ertrags- und Personalsituation etwas negativer bewertet als noch im vergangenen Frühjahr.

Die positivsten Bewertungen zeigen derzeit die größeren Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland, also diejenigen Unternehmen, die hohe Umsätze (mehr als fünf Millionen Euro) erzielen und zugleich viele Kunden (mehr als 100.000 Kunden in den vergangenen zwölf Monaten) aufweisen können.

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland hat sich im Frühjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht (2013: 83 Prozent; plus zwei Prozentpunkte). Die Perspektiven bleiben auch für die nächsten Monate insgesamt positiv, nicht zuletzt da auch die Art der geplanten Investitionen Ausdruck des weiterhin bestehenden konjunkturellen Optimismus sind. Investitionen für Kapazitätserweiterungen (2013: 37 Prozent; plus drei) und für Innovationen (2013: 37 Prozent; minus zwei) bleiben bei den Online- und Versandhändlern die mit Abstand meistgenannten Investitionsarten.

Auch die Verbreitung und Nutzung von Social Media steigt weiter: Aktuell setzen sieben von zehn Unternehmen Social Media ein, um die Beziehung zum Kunden weiter zu vertiefen und einen noch besseren Austausch zu ermöglichen. Das entspricht einer Steigerung von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (2013: 70 Prozent). Dabei bleiben Facebook (93 Prozent) sowie Youtube (50 Prozent) die meist genutzten Social-Media-Kanäle. Zudem haben mehr Unternehmen als im Vorjahr ihren Personalbestand für Social Media weiter erhöht (um neun Prozentpunkte auf 31 Prozent). Auch konnte bei jedem vierten Unternehmen laut Studie durch Social Media der Umsatz gesteigert werden.

In der aktuellen Analyse vom Frühjahr 2013 zeigt sich zudem, dass es dem deutschen Interaktiven Handel in den vergangenen zwölf Monaten offenbar gelungen ist, die Retourenquote zu senken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation verbessert, da derzeit nur noch etwa jedes fünfte Unternehmen von steigenden Rücksendungen berichtet (minus fünf Prozentpunkte). Und auch der Anteil der Unternehmen, die von sinkenden Rücksendungen sprechen, hat zugenommen (plus fünf Prozentpunkte). Bei der diesjährigen Erhebung wurden im Frühjahr dieses Jahres über 220 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche geführt, um ein aussagekräftiges Bild zu erhalten. Die Studie 2012/2013 lässt nun auch erstmals direkte Vergleiche gegenüber dem Vorjahr zu.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Marketing, Social Media, Versandhandel

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