05.12.2012 | B2C

E-Commerce in ganz Europa weiter auf Wachstumskurs

In England könnte der E-Commerce-Boom dem stationären Handel massiv schaden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Laut „Europe B2C E-Commerce Report 2012“ des Marktforschers Ystats könnten die Umsätze in diesem Bereich zwischen 2011 und 2016 um rund zehn Prozent wachsen. Den größten Anteil am Kuchen haben in Deutschland in diesem Jahr reine Online-Händler wie Amazon.de oder Otto.de.

Zunehmen wird dem Bericht zufolge auch der grenzüberschreitende Online-Handel. Bereits 2011 hat eine niedrige zweistellige Prozentzahl aller europäischen Internet-Shopper im Ausland Produkte oder Dienstleistungen geordert.

In Deutschland entfällt der größte Umsatzanteil auf die Produktkategorien „Bekleidung, Textilien und Schuhe“ sowie „Medien, Bilder und Tonträger“. Dabei profitieren die Händler auch von den Bestellungen österreichischer Kunden. Denn etwa die Hälfte aller österreichischen Online-Kunden bestellt im Ausland, zumeist in deutschen Webshops.

Wachstum bremst ab
Der Online-Händler mit den höchsten Umsätzen in Deutschland ist Amazon.de, mit großem Abstand folgt Otto.de auf Platz zwei. Mit ähnlich hohen Wachstumsraten wie in den vergangenen Jahren, wo die Umsätze zum Teil um mehr als ein Drittel wuchsen, können Online-Händler in den kommenden Jahren wohl nicht mehr rechnen. Immerhin gehen die Marktforscher aber noch von Zuwächsen um etwas weniger als zehn Prozent aus.

Amazon auch auf der britischen Insel die Nummer eins
Unruhige Zeiten könnten auf die Händler in Großbritannien zukommen. Viele stationäre Läden könnten demzufolge der Beliebtheit von Webshops zum Opfer fallen und schließen müssen. Auf der Insel werden vor allem „Kleidung und Sportartikel“ sowie „Reisen und Urlaubsunterkünfte“ online gekauft. Die führenden Händler waren im Mai 2012 in Bezug auf die Besucherzahlen Amazon.co.uk, Argos.co.uk und Tesco.com. Auch in Frankreich, Italien und Spanien gehören Reisevermittler zu den Profiteuren des wachsenden Online-Handels.

Die steigenden Umsätze in Russland hängen offenbar damit zusammen, dass die Anzahl der Internetnutzer allgemein ansteigt. Das Wachstum von 2010 auf 2011 lag dort bei etwa einem Drittel. Am häufigsten gekauft wurden „Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte“ sowie „Computer“. Auch Online-Händler in Polen, Ungarn und Tschechien konnten Umsatzsteigerungen verbuchen.
In Skandinavien dominieren mit „Bekleidung und Schuhen“, „Computer“ und „Event-Tickets“ in etwa die gleichen Produktkategorien den Online-Handel wie im Rest Europas.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Marketing

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