30.01.2015 | Payment

Anteil mobiler Zahlungen steigt weltweit auf Rekordhoch

Der Anteil mobiler Zahlungen bei Online-Transaktionen steigt weiter.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Zum ersten Mal seit der ersten Veröffentlichung 2013 macht der "Mobile Payment Index“ von Adyens einen Anteil von mehr als einem Viertel aller weltweit getätigten Online-Zahlungen aus. Das bevorzugte mobile Endgerät ist das Smartphone.

Demnach wurden im vierten Quartal 2014 gut 25 Prozent aller Online-Zahlungen über mobile Endgeräte abgewickelt. Der Anstieg kann sich sehen lassen: Im Vergleich zum Vorquartal beträgt er elf, gegenüber demselben Zeitraum 2013 sogar 37 Prozent. Der bislang höchste Anteil wurde wegen des Weihnachtsgeschäftes im Dezember mit 26,6 Prozent mobiler Zahlungen gemessen.

Android holt gegenüber Apple auf: Zwar behauptet das I-Pad seine Führungsposition mit einem Anteil von 34 Prozent durchgeführter mobiler Transaktionen, der Vorsprung des I-Phones (32,3 Prozent) gegenüber Android (25,3 Prozent) ist jedoch noch deutlicher. Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2013 lag dieses Verhältnis noch bei 32 zu 20 Prozent. Sollte sich die Entwicklung weiter fortsetzen, könnte die Anzahl mobiler Transaktionen via Android in der zweiten Jahreshälfte den Anteil von I-Phone und I-Pad sogar übertreffen.

Größere Smartphone-Bildschirme erleichtern das Handling
Weil praktisch niemand mehr sein Smartphone zu Hause liegen lässt, steigen die Transaktionen mit diesen Geräten rapide an. Schon im vergangenen Quartal wurden 58 Prozent aller mobilen Bezahlungen über ein Handy abgewickelt (2013: 53 Prozent). Die Experten von Adyens gehen davon aus, dass dies an den größeren Smartphone-Bildschirmen liegt, die das Handling erleichtern. Der Anteil der Tablet-Zahlungen steigt ebenfalls, jedoch deutlich langsamer: Vom dritten zum vierten Quartal von zehn auf 10,8 Prozent.

Rund 20 Prozent der Spiele, Services, Hotelreservierungen oder Tickets wurden Ende 2014 mobil beglichen. Bei Handelsgütern wie Bekleidung, Möbel, Haushaltsgeräten oder Lebensmitteln ist das Gegenteil der Fall: Nur zehn Prozent der Einkäufe werden mit dem Smartphone bezahlt, Tablets kommen auf einen  Anteil von 19 Prozent. Fazit: Je größer das Produkt, desto größer der gewählte Bildschirm. Wenn bei der Suche der Sichtbarkeit wegen zum größeren Tablet gegriffen wird, liegt es nahe, dass mit demselben Gerät auch bestellt und bezahlt wird.

Der Index des Zahlungsdienstleisters Adyens basiert auf Online-Transaktionsdaten und erscheint quartalsweise.

Lesen Sie weiter:

So sehen die Händler die Zukunft des Bezahlens

Das sind die besten Mobile-Payment-Anbieter

Europa ist Vorreiter beim Mobile Payment

Schlagworte zum Thema:  Payment, Handel, Mobile Commerce, E-Commerce, Mobile Marketing

Aktuell

Meistgelesen