Punktsieg für Amazon: Google scheint nicht länger erste Anlaufstelle für Produktrecherchen. Bild: Haufe Online Redaktion

34 Prozent der Recherchen für einen Onlinekauf beginnen bei Amazon. Und zwar über alle Produktkategorien hinweg. So das zentrale Ergebnis einer Kundenbefragung von Ibi Research zum "Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter“. Zum Vergleich: Google kommt auf 15 Prozent.

Demnach haben die Befragten in den letzten Monaten im Durchschnitt bei sechs verschiedenen Onlineshops oder Marktplätzen bestellt. Dabei steuern sie drei unterschiedliche Shops mindestens dreimal pro Jahr regelmäßig an. Dr. Georg Wittmann, Mitautor der Studie, schließt daraus, dass sich bei Onlinekunden eine gewisse Routine eingeschlichen hat und es für neue Webshops immer schwieriger wird, neue Kunden zu gewinnen.

Am häufigsten startet die Suche nach einem Produkt auf den Seiten von Amazon (34 Prozent). Bei Büchern, Filmen, Musik und Videos bestätigen dies 60 Prozent der Befragten, bei Unterhaltungselektronik 48 Prozent. Über alle Produktkategorien hinweg steuern gerade einmal 15 Prozent der Befragten zunächst Google an. Der Platzhirsch im Onlinehandel wird damit zur neuen bevorzugten Suchmaschine der Kunden. Direkt im Onlineshop starten zwölf Prozent aller Produktrecherchen, im stationären Handel 19 Prozent, Preisvergleichsseiten kommen auf neun Prozent.

Kunden wollen Vorteile des Onlinehandels auch im Laden

Gefragt wurde auch danach, welche Innovationen das Einkaufserlebnis bereichern würden: 47 Prozent nennen den interaktiven Spiegel, dahinter folgen kassenlose Geschäfte (45 Prozent), Virtual Reality (45 Prozent), Smart-Home-Anwendungen (42 Prozent) sowie Augmented Reality (39 Prozent). Digitale Sprachassistenten und Chatbots interessieren hingegen gerade mal ein Drittel der Befragten.

Die Vorteile des Onlinehandels, an die sich Verbraucher inzwischen gewöhnt haben, werden nun auch im stationären Handel verlangt. Der kann diese Erwartungen bisher jedoch nur bedingt erfüllen. 40 Prozent der Befragten geben an, dass sie in Zukunft seltener in den Städten einkaufen wollen. Stationäre Händler müssen deshalb handeln, um Verbraucher wieder in ihre Läden zu locken.

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