28.03.2014 | Adobe-Studie

Marketer tun sich mit Digitalisierung schwer

Viele Marketer sind unsicher, wie sie mit der Digitalisierung umgehen sollen.
Bild: Veer Inc.

Im Zuge der Digitalisierung wandelt sich das Aufgabenprofil im Marketing nicht unerheblich. Viele Marketer scheinen allerdings noch unsicher zu sein, was auf sie zukommt.

Rund 1.000 US-amerikanische Marketing-Professionals hat Adobe für die Studie "Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent Themselves" befragt. Nahezu die Hälfte der Befragten (40 Prozent) hält es demnach für Zeit, das eigene Aufgabenprofil der digitalisierten Wirklichkeit anzupassen. Einen konkreten Plan, wie dies ablaufen soll, haben jedoch bislang nur wenige (14 Prozent).

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) gehen davon aus, dass sich ihre Aufgaben bereits in den nächsten zwölf Monaten stark verändern werden, 81 Prozent glauben, sie hätten eventuell bis zu drei Jahren Zeit dafür. Dass sie unsicher sind, wie sie sich für ihre neuen Aufgabenfelder rüsten sollen, liegt vor allem daran, dass es an Weiterbildungsmaßnahmen fehlt und die eigene Organisation zu unflexibel sein könnte, um mit dem Tempo mitzuhalten.

Bloß kein Risiko

Gefragt wurde auch danach, wie der erfolgreiche Marketer von morgen aussehen könnte: 54 Prozent glauben, er müsste deutlich risikobereiter sein, 45 Prozent wollen persönlich mehr wagen. Zurückhaltend reagiert die Mehrheit beim Einsatz neuer Technologien. 65 Prozent will neue Tools erst dann nutzen, wenn diese im Mainstream angekommen sind.

Deutliche Unterschiede zeigt die Studie zwischen Unternehmen, die mehr als 25 Prozent des Budgets für digitale Kampagnen ausgeben und solchen, die weniger als zehn Prozent verwenden: Erstere sind überzeugt, die Investitionen seien notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben (82 Prozent). Von Letzteren teilen nur 67 Prozent diese Meinung.

Daten statt Bauchgefühl?

Die Mehrheit glaubt daran, sich stärker auf Daten fokussieren zu müssen, um erfolgreich zu sein, für 74 Prozent ist das Sammeln und Nutzen von Daten bereits heute neue Marketing-Realität. Momentan verlässt sich jedoch noch rund die Hälfte (49 Prozent) auf das eigene Bauchgefühl.

Hohe Bedeutung messen die Befragten (zwei Drittel) auch der Personalisierung bei. Hierbei werden die Daten genutzt, um die jeweils passenden Angebote, Services und Inhalte zur passenden Zeit auszuliefern. Aber auch hier sagen nur 39 Prozent, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten bereits damit begonnen haben, Konsumentendaten und Verhaltensmuster zu nutzen; immerhin 45 Prozent wollen im kommenden Jahr starten.

Nicht zuletzt sehen 69 Prozent der Marketer im Bereich Mobile ein entscheidendes Element erfolgreicher Marketingstrategien. In Punkto Medientypen und Plattformen setzt die Mehrheit (61 Prozent) auf Social Media. Print und TV schneiden mit neun beziehungsweise sieben Prozent deutlich schlechter ab.

Die Entwicklung führt eindeutig hin zu Investments in digitales Marketing. Als zentrale Akteure sehen die Befragten Digital/Social Marketer (47 Prozent), Data Analysten (38 Prozent), kreative Services (38 Prozent) und Mobile Marketer (36 Prozent). Um trotz der vielen Kanäle effizient zu bleiben, glauben 21 Prozent, es sei wichtig, kanalübergreifend zu arbeiten.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Big Data, Dialogmarketing, Database, Marketing

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