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04.01.2016 | Serie Content Marketing

Die 7 schlimmsten Fehler im Content Marketing – und wie es besser geht

Serienelemente
Fallstricke im Content Marketing.
Bild: Haufe Online Redaktion

Für gutes Content Marketing braucht es Herzblut, Zeit und einen konkreten Plan. Aber was heißt das genau? Viel zu oft passieren unnötige Fehler und Missverständnisse, die den Erfolg schmälern. Hier sind die wichtigsten Probleme bei Content-Marketing-Kampagnen und Tipps, wie Sie es besser machen können.

Fehler 1: Conversions ausklammern

Content Marketing besteht nicht nur aus Content. Genau so wichtig und am Ende maßgeblich für den Erfolg verantwortlich ist das Marketing. Sie können den besten Content der Welt produzieren, aber wenn er am Ende - auf welchem Weg auch immer - nicht dafür sorgt, dass Sie dadurch mehr Geld einnehmen, dann handelt es sich um einen Fehlschlag.

So machen Sie es besser: Kümmern Sie sich darum, dass Ihr Content Marketing ein klares Konversionsziel hat. Eine Call-to-Action an der richtigen Stelle kann Wunder wirken. Wichtiger ist aber, dass ein nachhaltiges Konversions-Konzept hinter der Content-Strategie steht. Selbst wenn Ihr primäres Ziel nicht monetärer Art ist, brauchen Sie Wege und Möglichkeiten, Ihren Erfolg zu messen und in Relation zu den Gesamtkosten zu setzen.  

Fehler 2: Jeden und jede erreichen wollen

Wie im echten Leben können Sie es beim Content Marketing nicht jedem Recht machen. Ihr Content Marketing ist zum Scheitern verurteilt, wenn Sie die ganze Welt durch eine Content-Marketing-Kampagne beeindrucken wollen. Versuchen Sie es doch, steht am Ende ein halbgares Stück Content, welches unter Garantie Ihre Zielgruppe nicht zufrieden stellen wird.

So machen Sie es besser: Überlegen Sie sich zu Beginn, welche Zielgruppen Sie mit Ihrem Content Marketing ansprechen wollen. Eine klare Zielgruppen-Eingrenzung ist die Grundlage für guten Content. Orientieren Sie sich bei der Content-Erstellung stark an der Vorlieben Ihrer Zielgruppe. Das gilt sowohl für das Thema, als auch die Machart und den Publikationsweg. Experimentieren ist in diesem Bereich eindeutig erlaubt und gewünscht, muss aber ein klar definiertes Ziel verfolgen.

Fehler 3: Nur oder gar nicht an Suchmaschinenoptimierung denken

Wer bei Content Marketing nur Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Kopf hat, verschenkt viel Potential. Bei SEO gilt es, die richtige Balance zu finden. Denn ganz außer Acht dürfen Sie Suchmaschinen bei Ihrer Content-Marketing-Kampagne auch nicht lassen. Entscheidend und in vielen Köpfen noch nicht verankert: SEO und guter Content schließen sich keineswegs aus. Das Gegenteil ist mittlerweile der Fall.

So machen Sie es besser: Um eine Keyword-Analyse kommen Sie auch heutzutage nicht herum. Je nach Kampagnengröße sollten Sie sich dabei auf fünf bis 20 Keywords festlegen, für die Sie in Suchmaschinen bessere Ergebnisse erzielen wollen. Der Schlüssel zum Erfolg ist nun, das Wissen aus der SEO-Analyse mit Ihrem Wissen über Ihre Zielgruppe in Einklang zu bringen und so hochwertigen Content zu schaffen, den es in dieser Form und dieser Qualität noch nicht gab. Auf diese Weise finden Sie Content-Lücken, die sowohl Ihren SEO-Score in die Höhe treiben, als auch Ihre Zielgruppe mit wichtigem, einzigartigem Wissen versorgen. Vergessen Sie nie: Jeder verwendet Suchmaschinen, inklusive Ihrer Zielgruppe.

Fehler 4: Die Macht des Storytelling nicht nutzen

Sie müssen nur den Fernseher anschalten, um zu sehen, dass Storytelling funktioniert. Fernsehwerbung wie der neue Edeka-Spot setzt mit großem Erfolg auf Storytelling. Bei tausenden Werbebotschaften pro Tag ist Storytelling eine exzellente Methode, sich vom Marketing-Einheitsbrei abzusetzen. Dabei muss Ihr Content nicht den großen erzählerischen Bogen spannen; Storytelling funktioniert auch im kleineren Stil, wenn es Emotionen weckt.

So machen Sie es besser: Beim Thema Storytelling spielt Ihre Zielgruppe die entscheidende Rolle. Beginnen Sie mit Details: Welche Sprache bevorzugt Ihre Zielgruppe? Welche Emotionen kommen besonders gut an? Erst dann können Sie sich überlegen, wie Sie Storytelling in Ihrer Kampagne einsetzen können, damit Ihr Content im Gedächtnis bleibt. (Lesetipp: So funktioniert visuelles Storytelling)

Fehler 5: Content-Einheitsbrei statt Vielfalt

An Text als Content-Marketing-Element ist nichts verkehrt. Aber wohlmöglich bevorzugt Ihre Zielgruppe eine andere Aufbereitung oder will zumindest auf Dauer Alternativen präsentiert bekommen. Schöpfen Sie das Potential der Multimedia-Werkstatt Internet nicht aus, werden Sie schnell vergessen werden.

So machen Sie es besser: Gerade visueller Content wirkt und ist für erfolgreiches Content Marketing maßgeblich. Experimentieren Sie mit verschiedenen Content-Arten und klammern Sie auch Bewegbild nicht aus. Oft geht es bei den Content-Arten nicht um ein Entweder-Oder, sondern um eine Verbindung verschiedener Elemente.

Fehler 6: Content sich selbst überlassen

Wenn Sie mit der Content-Erstellung fertig sind, endet Ihre Aufgabe nicht. Zu denken, Ihre Zielgruppe findet guten Content von selbst und sich deswegen nicht um das Seeding zu kümmern, ist fahrlässig. Bei Content gilt der Wahlspruch, dass sich Qualität immer durchsetzt, nicht automatisch.

So machen Sie es besser: Fragen Sie sich, auf welchen Social-Media-Netzwerken Ihre Zielgruppe besonders aktiv ist und legen Sie hier Ihren Fokus. Ein besonders mächtiges Werkzeug der Content-Distribution ist Influencer Marketing (Lesetipp: Influencer Marketing als digitaler Branchentrend). Wenn Sie es schaffen, dass eine einflussreiche Person Ihren Content teilt, dann ist bereits viel gewonnen. Guter Content ist hier die Voraussetzungen für den Erfolg, aber eben nicht ausreichend. Eine weitere gute Möglichkeit: Fragen Sie sich, ob es in Ihrem Themenbereich Monats- oder Wochenrückblicke externer Blogs gibt? Wenn ja, dann sorgen Sie dafür, dass Sie hier regelmäßig vertreten sind.

Fehler 7: Strategielosigkeit

Sie können sich nicht spontan dazu entscheiden, gutes Content Marketing zu betreiben. Erfolg bei Content Marketing setzt eine gute Strategie voraus. Gerade daran hapert es aber bei vielen Unternehmen, wie diverse Statistiken zeigen. Ohne Strategie ist Ihr Content Marketing wie ein Schiff ohne Kurs: Auf den Zufall angewiesen.

So machen Sie es besser: Am Anfang jeder erfolgreichen Content-Marketing-Kampagne steht eine Strategie. Eine gute Content-Marketing-Strategie geht detailliert auf die Zielgruppe, den zu erstellenden Content, Konversionelemente, Content-Promotion und Ziele ein und beinhaltet einen konkreten Zeitplan. Es ist zugleich ein verbindlicher Wegweiser, der auch im Nachgang zur Fehleranalyse dringend benötigt wird.

 

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Content Marketing, Online-Marketing, Social Media

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