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Mobile ist gekommen um zu bleiben. Schon letztes Jahr ist Mobile in vielen Bereichen am Desktop vorbeigezogen. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Digital Marketer müssen neue Wege finden, Mobilenutzer zu umwerben.

Der Zenit der Apps ist überschritten

Apps gibt es mittlerweile zuhauf. Viele Hersteller haben sogar mehrere Apps für einzelne Dienstleistungen, Produkte oder gar ihre mobile Website. Nur: So richtig angenommen werden die meisten Apps nicht. Neun von zehn Nutzern installieren eine App, probieren sie einmal aus und deinstallieren sie dann wieder.

Der Trend geht in eine andere Richtung. Google bringt seinen mobilen Standard AMP immer weiter in Stellung, inklusive SEO-Vorteilen. Der Clou von AMP ist, dass es die Ladezeit einer Website nicht nur rapide beschleunigt, sondern auch die Darstellung optimiert. Außerdem gibt es mit den Android Instant Apps einen weiteren Service, der einzelne Apps überflüssig macht. Allein die Tatsache, dass Websites mobil immer besser werden, sorgt 2018 dafür, dass die Hochzeit der Apps überschritten ist.

Virtual und Augmented Reality

Das Smartphone ist nicht nur ein ständiger Begleiter geworden, es ist auch leistungsstärker denn je. Und für den nächsten Mobile Marketing Trend muss es das auch sein. Die vituelle Reality (VR) greift im nächsten Jahr an. Günstige Möglichkeiten die virtuelle Realität zu erkunden sind noch rar und nehmen nur langsam zu. Dennoch kommen 2018 so viele Menschen wie noch nie in den Genuss des neuen Features. Eine neue, immersive Form der Medienerfahrung bringt sich in Stellung und wird den digitalen Marketingmarkt durcheinanderwirbeln. Die Frage ist hier nicht ob, sondern wann.

Augmented Reality (AR) ist bereits einen Schritt weiter als VR. Hier werden in der Regel keine zusätzlichen Geräte benötigt. Die Verschmelzung von der Realität mit virtuellen Zusätzen hat bereits bei Pokemon Go gezeigt, dass es massenfähig ist. Und nicht nur das: Es hat auch gezeigt, dass Marketing mit Augmented Reality glänzend funktionieren kann. Gerade auf Social Media, im speziellen von Facebook, sind 2018 große Dinge in Sachen AR zu erwarten.

Sprachsuche verändert SEO

Es gibt Studien, laut denen wird die Zahl der Sprachsuchenutzer bis 2020 50 Prozent aller Smartphonebesitzer übersteigen. Die neue Art zu suchen wird den SEO-Bereich verändern – und der Umwälzer heißt wieder einmal Smartphone.

Wie lässt sich die Sprachsuche mit der Suchmaschinenoptimierung in Einklang bringen? Werden wir immer noch einzelne Wörter suchen oder ganz Sätze? Wie muss der Content darauf eingestellt sein? Gerade im semantischen Bereich wird die mobile Suchmaschinenoptimierung 2018 einen Sprung machen. Dass Google einen eigenen mobilen Index angekündigt hat, ist da nur die Spitze des Eisbergs.

Mobile Video

Video ist bereits ein wichtiger Teil im Mobile Marketing – und er wird 2018 weiter wachsen. Automatisch startende Videos, Micro-Videos, Videos ohne Ton – die Liste vor Herausforderungen in diesem Bereich ist lang.

Mit dem wachsenden Videokonsum einher geht die stetige Verbesserung des mobilen Netzes. Auch größere Videos sind nicht mehr an einen Ort gebunden, sondern können dank LTE quasi überall in hoher Qualität genossen werden. Unentschlossene Marketer werden in diesem Bereich aktiver werden müssen, sonst verlieren sie einen der wichtigsten Touchpoints mit potenziellen Kunden.

Schnellere Ladezeiten

Nicht nur Videos laden 2018 schneller, auch die mobile Website tut das. Trotzdem ist immer noch einer der größten Verursacher einer hohen mobilen Bouncerate die zulange Ladezeit. Denn nicht jeder hat gutes mobiles Internet, die LTE-Verfügbarkeit schwankt stark. Schlecht programmierte mobile Websites tun ihr Übriges. Google hat herausgefunden, dass 40 Prozent aller Nutzer eine Website verlassen, wenn sie länger als drei Sekunden zum Laden benötigt. Pro Sekunde Ladezeit verliert eine Website sieben Prozent seiner Besucher.

Und das ist „nur“ der Traffic, der verloren geht. Denn ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Conversions. Allein deswegen ist die Verbesserung der Ladezeit einer Website auch 2018 noch essentiell im Toolkit eines Digital Marketers. Hebel gibt es genug und auch Google selbst stellt Tools zur Verfügung, um die Ladezeit zu analysieren und zu optimieren.

Push-Nachrichten als Tor zum mobilen User

Push-Nachrichten sind eine der effektivsten Möglichkeiten, mit mobile Nutzern zu kommunizieren. Natürlich sind Push-Nachrichten auch ein sensibles Thema: Smartphonebesitzer tolerieren sie nur, wenn sie einen Mehrwert bieten. Ansonsten ist die Berechtigung oder gar die App schnell weg vom Fenster.

Unternehmen, die zwei Push-Nachrichten pro Tag senden, erzielen die besten Ergebnisse. Das App-Engagement steigert sich im Schnitt auf das Fünfzehnfache. Und auch die Conversionrate profitiert und erhöht sich um sechs Prozent. Das Beste ist, dass Android und iOS die Push-Nachrichten immer interaktiver und nutzerfreundlicher gestalten, was sie auf Dauer noch mächtiger machen dürfte.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Digitales Marketing, Marketing, Virales Marketing, Social Media Marketing, Content Marketing, Online-Marketing, E-Mail-Marketing, Search Engine Marketing

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