| Cross-Channel

11,5 Milliarden Euro werden in Online-Shops vorbereitet

Gut gekleidet im Büro: im Fashion-Bereich wirkt sich E-Commerce positiv auf stationäre Händler aus.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der E-Commerce-Boom im Fashion-Bereich wirkt sich positiv auf stationäre Händler, Katalogversender und Hersteller aus. So das neue ECC-Whitepaper „Der Cross-Channel-Effekt – Eine branchenspezifische Betrachtung: Fashion & Accessoires".

Vernetzte Fashion-Welt – rund 11,5 Milliarden Euro des stationären Umsatzes werden in Online-Shops vorbereitet. So ein neues Whitepaper des ECC Köln, in welchem die monetären Cross-Channel-Effekte für die Modebranche beziffert werden. Rund einem Viertel der stationären Käufe von Fashion und Accessoires geht eine Online-Informationsrecherche voraus. Auch Kataloge spielen laut Whitepaper eine wichtige Rolle in Cross-Channel-Modellen. Insbesondere im Bereich Fashion und Accessoires kaufen Konsumenten regelmäßig online ein. Allein 2012 wurden knapp neun Milliarden Euro Umsatz mit Modeprodukten im Internet erzielt. Der E-Commerce-Boom im Fashion-Bereich wirkt sich dabei aber auch positiv auf stationäre Händler, Katalogversender und Hersteller aus. Der Grund dafür ist laut Whitepaper das zunehmende Cross-Channel-Verhalten der Konsumenten. Wie genau dieses im Bereich Fashion und Accessoires aussieht, zeigt das neue ECC-Whitepaper „Der Cross-Channel-Effekt – Eine branchenspezifische Betrachtung: Fashion & Accessoires“ . Demnach beeinflussen die E-Commerce-Aktivitäten der Verbraucher die stationären Umsätze in nicht unerheblichem Maße. So ist eine Informationssuche in Online-Shops für über ein Viertel der stationären Modeumsätze verantwortlich – insgesamt also für 11,5 Milliarden Euro. Der umgekehrte Weg – Offline-Recherche mit anschließendem Online-Kauf – wird deutlich seltener beschritten. Lediglich 1,2 Milliarden Euro Umsatz (14 Prozent) werden vor dem Kauf in Online-Shops durch eine stationäre Recherche vorbereitet. Das viel gefürchtete Showrooming spielt im Bereich Mode und Accessoires demnach aktuell eine eher untergeordnete Rolle.
Besonders im Fashion-Bereich sind auch Kataloge ein wichtiger Baustein in Cross-Channel-Modellen. Die Analyse zeigt, dass sie für 11,5 Prozent des stationären und 14,1 Prozent des Online-Umsatzes verantwortlich sind. Besonders relevant sind Kataloge im Fashion-Bereich für die Phase der Kaufanbahhnung. Insgesamt 13,8 Prozent der Online-Umsätze geht eine Informationssuche im Katalog des gleichen Anbieters voraus. Auch wenn die Anzahl der Bestellungen über Kataloge zurückgeht, bedeutet das somit nicht, dass diese bedeutungslos werden. „Kataloge sind auch heute wichtige Informations- und Inspirationsquellen. Wichtig ist dabei, immer wieder über das Jahr verteilt Impulse zu setzen", sagt Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Köln. Die Fashion-Branche erzeugte 2012 ein Viertel aller Umsätze im deutschen Online-Handel und ist somit eine der wichtigsten Kategorien im E-Commerce. Allerdings ist das Geschäft hart umkämpft und nicht nur hinsichtlich der hohen Professionalität von Mode-Online-Shops stehen die Anbieter unter ständigem Innovationsdruck. Insbesondere die Verzahnung von stationärem und Online-Geschäft erfordert laut Whitepaper eine leistungsfähige Plattform, die reibungsloses Cross-Channel-Management und somit zusätzliche Umsätze ermöglicht.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Online-Marketing

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