19.12.2016 | Serie Digitale Marketingtrends 2017

11 wichtige Social-Media-Trends für 2017

Serienelemente
Der Social-Media-Ausblick für 2017.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Social Media haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Alle Netzwerke haben Marketingoptionen eingeführt und bauen diese kontinuierlich aus. Diese elf Social-Media-Trends werden 2017 die Richtung bestimmen.

Social-Media-Suche als Google Konkurrent

Auf Facebook gibt es zwei Milliarden Suchanfragen pro Tag. Dabei geht es um viel mehr, als nur um Freunde zu finden. Die Social-Media-Suche hat ein riesiges Potenzial, welches bereits erkannt wurde. Vor allem Facebook arbeitet fieberhaft an Möglichkeiten, wie das Nutzerpotenzial genutzt werden kann. Resultieren könnte das in eine Art Facebook-SEM, ganz nach dem großen Vorbild Google. 2017 dürfen Marketer die Entwicklung in diesem Bereich aufmerksam verfolgen.

Live Videos

Videos prägen spätestens seit Youtube 2014 entstand das Internet. Die Möglichkeiten sind quasi unendlich. Mittlerweile erobert das Video auch Smartphones, sowohl beim Konsum als auch bei der Entstehung. Nun ist die nächste Evolutionsstufe erreicht: Live Video. Mit der Einführung von Facebook Live sind Live-Videos auf Social Media mehrheitsfähig und erreichen weit mehr Nutzer, als das zuvor Twitter mit Periscope geschafft hat. 2017 könnte deswegen das Jahr der Live Videos werden.

Hallo Chatbots

Die Künstliche Intelligenz (K.I.) hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Am meisten merken wir es an der riesigen Flut digitaler Assistenten, sei es nun Siri oder Cartona. Allerdings sind das nur die Vorboten. Facebook, Twitter und Google steigen alle in einen der vielversprechendsten Märkte überhaupt ein: den der Chatbots. Mit einem guten Chatbot lassen sich viele Aspekte der Kundenkommunikation automatisieren. Angefangen von Auskünften zum Inventar oder der Öffnungszeiten, bis hin zu Bestellannahmen oder Problemlösungen. Für den Kunden bringen die Bots viele Vorteile mit sich, der größte davon ist sicherlich die Zeitersparnis durch eine prompte Antwort. 2017 kommen Social-Media-Marketer um das Thema Chatbots deswegen nicht mehr herum.

Der Wachstum-Wendepunkt

Nein, die Social-Media-Nutzung wird 2017 nicht zurückgehen. Im Gegenteil. Allerdings wird es wohl keinem neuen Netzwerk mehr gelingen, die etablierten Parteien ernsthaft zu stürzen. Snapchat war der letzte Wolf, der Teil dieses Rudels wurde. Damit nicht genug. Facebook gehört neben WhatsApp auch Instagram, Microsoft hat gerade LinkedIn für eine enorme Summe gekauft. Und auch Google will immer noch mitmischen. Immer weniger Firmen gehören immer größerer Anteile am sozialen Netz. Das wird 2017 so weiter gehen.

Organischer Traffic wird zum Mythos

Früher war die Social-Media-Welt einfach: Wenn man etwas gepostet hat, dann wusste man genau, wer diese Nachricht sieht. In Zeiten, in denen die organische Reichweite auch bei Social Media immer weiter beschnitten wird, müssen aber andere Methoden her. Social Media gehört schon seit einiger Zeit zu Paid Media, 2017 wird es Zeit, sich darauf einzustellen und entsprechend zu reagieren.

Chat-Monetarisierung

Für Marketer ist es ein Problem: Viele Menschen nutzen soziale Medien nur als Chatplattform in einem privaten Umfeld. Aber genau hier können sie nicht so leicht erreicht werden. Noch nicht. Facebook arbeitet fieberhaft an der Monetarisierung des Messengers. Whatsapp könnte bald folgen. Marketer müssen sich dann Gedanken machen, wie potenzielle Kunden in diesem sensiblen Umfeld angesprochen werden können. Hyper-Personalisierung könnte ein Weg sein, wie diese Mammutaufgabe gemeistert werden kann.

Social Influencer sind die neuen Blogger

Influencer Marketing war früher noch stark blogzentriert. Heutzutage haben sich die Kriterien verschoben. Ohne ein reichweitenstarkes Social-Media-Profil wird kaum noch jemand Teil dieses elitären Kreises. Social-Media-Reichweite wird damit die zentrale Währung in diesem Bereich.

Snapchat etabliert sich weiter

Was kaum jemand für möglich gehalten hat, ist nun Realität. Snapchat gehört zu den größten sozialen Plattformen überhaupt. Die Erfolgsstory Snapchat ist auch mit mutigen Neuerungen geschrieben worden und schlicht dem schnellen, mobilen „Im-Moment-Lebensstil“ geschuldet. Damit einher gehen interessante Möglichkeiten für Marketer. 2017 wird Snapchat damit auch in Deutschland für Furore sorgen.

Twitter wackelt, aber fällt nicht

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Twitter noch am Leben. Seit einiger Zeit kommen keine positiven Nachrichten zum Kurznachrichtendienst, Anleger sind regelmäßig enttäuscht, die Nutzerzahlen stagnieren. In den Medien ist Twitter trotzdem präsent wie nie. Vor allem Fernsehsender scheinen nichts lieber zu tun, als Tweets zu zitieren. Auch 2017 wird kein gutes Jahr für Twitter werden. Abschreiben sollte man das Netzwerk allerdings noch lange nicht.

Mitreißender Content

2017 wird das Jahr des immersiven Contents. Das heißt von Inhalten, die ein „Mittendrin-Gefühl“ hervorrufen. Gerade erst hat Facebook 360-Grad-Videos eingeführt. Das ist allerdings nur der Anfang. 2017 fängt ein lange herbeigeredeter Trend endlich an, massentauglich zu werden. Die Rede ist von Virtual Reality (VR). Egal ob zur Unterhaltung, zur Kommunikation oder zur Bildung: Die Möglichkeiten hier sind riesig und werden uns erst 2017 vollends klar werden.

Social Commerce

Um den Social Commerce war es 2016 erstaunlich still. Sicher gab es auch hier einige Meldungen von Buy-Buttons und Co. auf Social Media. So richtig wollte der Trend aber nicht abheben. Das könnte sich 2017 ändern. Das Potenzial ist schlicht und ergreifend zu hoch, um brachzuliegen.

 

Quellen

JeffBullas

Forbes

Brandwatch

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Social Media Marketing, Content Marketing, Digitales Marketing, Google, Facebook, Suchmaschinenoptimierung, Mobile Marketing

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