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13.01.2016 | Serie Suchmaschinenoptimierung

10 veraltete SEO-Mythen, die Sie 2016 vergessen sollten

Serienelemente
Welcher Weg führt ans SEO-Ziel?
Bild: Fotolia LLC.

SEO-Halbwissen ist weit verbreitet. Es gibt keine veröffentlichten Rankingfaktoren von Google, lediglich vage Webmaster Richtlinien. Das öffnet SEO-Mythen Tür und Tor. 2016 muss damit allerdings endlich Schluss sein, wenn Ihre Suchmaschinenoptimierung erfolgreich sein will.

Eine neue Seite muss bei Google eingetragen werden

Der Gedanke, dass Google neue Seiten nicht von selbst indexiert, ist schlichtweg falsch. Zwar besteht in der Search Console von Google die Möglichkeit, Google neue URLs mitzuteilen. Allerdings ist das nicht nötig, solange die Seite im Netz öffentlich zugänglich ist. Google crawlt das Netz permanent und indexiert dabei tausende neue URLs jede Minute – völlig automatisch.

Mehr Links sind besser als mehr guter Content

Der Ruf nach mehr Links statt mehr Content ist veraltet. Heutzutage liefert guter Content die Grundlage für den SEO-Erfolg, nicht mehr Links. Das soll nicht heißen, dass gute Links nicht ebenfalls wertvoll sind. Immer noch sind sie ein wichtiger Rankingfaktor. Guter Content jedoch bringt eine ganze Reihe an Vorteilen mit – inklusive der Tatsache, dass qualitativ hochwertiger Content eine ganz eigene Link-Building-Methode darstellt.

Eine HTTPS-Seite bringt keine SEO-Vorteile

Im August 2014 gab Google bekannt, dass eine sichere Website bereits ein Rankingfaktor ist. Das heißt, dass Seiten, die auf HTTPS setzen, einen Vorteil gegenüber Standard-HTTP-Seiten haben. Zwar ist der gemessene Effekt bisher gering, dennoch ist die Vorstellung, dass unsichere Webstandards keinen Einfluss auf SEO haben, ein veralteter Mythos. (SEO-Website-Check: Diese Fragen müssen beantwortet werden)

Bei SEO geht es nur ums Ranking

Eine weit verbreitete Vorstellung unterstellt SEO, dass es nur darum geht, in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu stehen. Obwohl das sicherlich einen nicht kleinen Teil der Arbeit von SEOs einnimmt, ist es doch höchstens die halbe Wahrheit. Denn was nützt ein Platz-Eins-Keyword, wenn die Click-Through-Rate nicht stimmt? Deswegen heißt SEO immer auch, das Erscheinungsbild der Seite bei Google zu optimieren. Da mittlerweile das Nutzerverhalten auch auf der eigenen Seite eine Rolle spielt, müssen SEOs zusätzlich dafür sorgen, dass die Leser die Seite nicht wieder direkt verlassen.

Keywords müssen immer genau passen

Die Zeiten, in denen Keywords im exakten Wortlaut immer und immer wieder zu wiederholen waren, sind längst vorbei. Mittlerweile kann Google wunderbar zwischen Worten mit gleicher Bedeutung, Plural und anderen Formen unterscheiden. Auch semantische Zusammenhänge stellt Google immer besser her. Das bedeutet, dass Sie die Zeiten des Keyword-Stuffings vergessen können.

Je mehr Seiten ich habe, desto besser

Quantität hat nichts mit Qualität zu tun. Dieser Satz gilt auch für SEO. Besonders dann, wenn es um die Zahl der vorhandenen Seiten einer Website geht. Denn nur weil eine Website mehr Unterseiten besitzt, heißt das noch lange nicht, dass sie mehr Besucher über den Suchmaschinenkanal anzieht. Diese Seiten müssen erst sinnvoll gefüllt sein, damit sie einen positiven SEO-Effekt haben können.

SEO ist etwas globales, nicht lokales

Dieser Mythos ist fatal, da die lokale Suche immer wichtiger wird. Gerade für kleine Unternehmen spielt die lokale Auffindbarkeit mitunter eine tragende Rolle. Das liegt auch daran, dass Google nicht mehr einen Index hat, sondern viele lokale Indices, die den Standort des Suchenden als entscheidendes Kriterium heranziehen.

Bilder benötigen kein SEO

Google kann Bilder nicht so erkennen wie Text. Umso wichtiger ist es, Google so viele Informationen zu dem Bild zu geben, wie möglich. Das beginnt natürlich bei einem passenden Namen, endet aber nicht bei einem optimierten Alt-Text. Mittlerweile spielt auch das Umfeld, in welches das Bild eingebettet ist, eine Rolle. Der Text neben, über und unter dem Bild kann ebenfalls für die Indexierung herangezogen werden. Gehen Sie hier auf das Bild ein, weiß Google, dass es mehr ist, als nur schmückendes Beiwerk.

Ich kann die Mobil-Optimierung getrennt von SEO betrachten

Spätestens seit Google die Mobiloptimierung zum offiziellen Rankingfaktor gemacht hat, ist das nicht mehr möglich. Laut Google gehen außerdem die Hälfte aller Suchanfragen inzwischen von Mobilgeräten aus. Selbst wenn Sie also gefunden werden, schadet eine nicht mobiloptimierte Nutzererfahrung Ihren SEO-Bemühungen immens.

Um SEO soll sich die IT-Abteilung kümmern

SEO kann weder nur technisch, noch nur strategisch oder nur aus der Content-Brille betrachtet werden. Gutes SEO benötigt Expertise in allen drei Feldern. Der Reflex, SEO in die IT-Abteilung abschieben zu wollen, führt also ins Leere. Wenn Sie SEO Inhouse betreiben wollen, benötigen Sie ein eigenes Team. Denn SEO ist heutzutage keine Aufgabe, die sich nebenher erledigen lässt.

 

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