SEO-Agentur: So stellen Sie die richtigen Fragen Bild: Haufe Online Redaktion

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ohne Zweifel zu einem der wichtigsten Aspekte im Online-Marketing geworden. Wer SEO nicht selbst betreibt, der benötigt eine SEO-Agentur. Aber nach welchen Kriterien soll die Wahl einer Agentur vonstatten gehen? Diese zehn Tipps können helfen.

1. Ziele selbst definieren

Geht es vor allem darum, Mitbewerber bei bestimmten Keywords zu überholen? Hat die Optimierung der Rankings für einzelne, ausgewählte Produkte oder Dienstleistungen Priorität? Und lassen sich die Ziele auch quantifizieren, beispielsweise als prozentuale Steigerung von Klicks oder Anfragen im Vergleich zum Ist-Zustand?

Eine gute Vorbereitung legt die Grundlage dafür, den passenden SEO-Partner zu finden. Denn nur wer seine Ziele kennt, kann sie auch erreichen. Deshalb sollten Sie sich bereits vor der Suche nach einem SEO-Dienstleister darüber im Klaren sein, was genau eigentlich erzielt werden soll.

2. Angebote hinterfragen

Wer anschließend erste Angebote von mehreren SEO-Agenturen einholt, wird in der Regel auch verschiedenen Abrechnungsmodellen begegnen. Grundsätzlich kann zwischen Festpreismodellen in Form von Paketen und Monatspauschalen sowie solchen mit einer erfolgsabhängigen Komponente unterschieden werden.

Während eine fixe, monatliche Betreuungspauschale Planungssicherheit bietet, kann die erfolgsabhängige Variante für Kunden sehr attraktiv sein. Wichtig ist dabei allerdings, den „Erfolgsfall“ klar zu definieren, damit es später nicht zu Unstimmigkeiten kommt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass für die Erfolgsmessung nicht nur Keywords herangezogen werden, die relativ leicht optimiert werden können (beispielsweise aufgrund geringer Konkurrenz).

3. Persönlich treffen

Sagt Ihnen ein Angebot zu, wird es Zeit, auch die Menschen dahinter näher kennenzulernen. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, welche Mitarbeiter Ihnen in der Angebots- und Präsentationsphase begegnet sind: Wichtig ist, diejenigen Personen kennenzulernen, die später im Tagesgeschäft tatsächlich mit Ihnen zusammenarbeiten werden. Neben Sympathie sollte dabei auch die fachliche Kompetenz im Vordergrund stehen. Skeptisch sollten Sie werden, wenn Ihnen „Generalisten“ vorgestellt werden, die vorgeben, sich in sämtlichen Teilbereichen bestens auszukennen. Gerade im sich schnell verändernden Umfeld der Suchmaschinenoptimierung ist es besser, auf ein Team von Experten zu setzen, die sich auf einzelne Nischen spezialisiert haben und sich optimal ergänzen.

4. Agentur kennenlernen

Neben Ihren persönlichen Ansprechpartnern sollten Sie sich vor einer Entscheidung auch mit der SEO-Agentur selbst näher beschäftigen. Dazu zählen etwa die Anzahl der Mitarbeiter und die damit verbundenen Abteilungs- und Teamstrukturen. Lassen Sie sich folgende Fragen beantworten: Wie ist Ihre optimale Betreuung auch im Krankheitsfall gesichert? Was passiert, wenn Ihr Ansprechpartner den Job wechselt – was angesichts einer hohen Fluktuation im Agenturgeschäft schnell passieren kann? Verfügt die Agentur über klar gegliederte Organisationsstrukturen, etwa mit Teamleitern für einzelne Arbeitsbereiche?

Auch die Schwerpunkte der Agentur sind ausschlaggebend: Handelt es sich um eine reine Online-Marketing-Agentur, die sich seit Jahren ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt? Oder ist es zum Beispiel eine Media-Agentur oder ein eigentlich rein auf Technik oder E-Commerce spezialisierter Dienstleister, für den das Thema SEO nur eines von vielen Themen darstellt?

Sehr wichtig außerdem: Stehen ausreichende Ressourcen zur Verfügung? Speziell große Agenturen arbeiten oft mit eigenen Vertriebsteams, die teilweise mehr Neukunden akquirieren, als von den Fachabteilungen eigentlich verarbeitet werden können. Ein Umstand, der für schlechteren Service und Verzögerungen bei Projekten sorgen kann.

5. Kompetenz prüfen

Um die fachliche Kompetenz einer Agentur zu prüfen, sind Arbeitsproben und bisher durchgeführte Projekte unverzichtbar. Lassen Sie sich Referenzprojekte zeigen. Wurden dabei gute, innovative Ideen entwickelt und umgesetzt, die zeigen, dass die Agentur besser ist, als viele ihrer Mitbewerber? Welche konkreten Erfolge wurden langfristig erzielt? Dabei sollten Sie auch auf wichtige, grundlegende Aspekte der SEO-Arbeit achten, beispielsweise Content Marketing, Programmierung & Technik, Linkbuilding sowie Account Management.

Namhafte Referenzen sind prinzipiell ein gutes Zeichen, da gerade Konzerne oft sehr genau und professionell prüfen, mit welchen Dienstleistern sie zusammenarbeiten. Die Agentur sollte jedoch auch zu Ihnen passen und vergleichbare Kundengrößen bedienen, um nicht Gefahr zu laufen, als kleinerer oder mittlerer Kunde vernachlässigt zu werden. Falls möglich, sollten Sie darüber hinaus die Gelegenheit nutzen, mit einem oder mehreren Kunden der Agentur persönlich zu sprechen.

6. Content-Know-how prüfen

Guter Content ist ein zentrales Element der Suchmaschinenoptimierung. Lassen Sie sich von einer potenziellen Agentur genau erklären, wie eine individuell auf Sie zugeschnittene Content-Strategie erstellt wird. Gewinnen Sie außerdem Einblick in den Prozess der Content-Erstellung: Hat die Agentur ein eigenes, spezialisiertes Redaktionsteam? Lassen sich Texte für unterschiedliche Zielsetzungen realisieren, also zum Beispiel zur Erzeugung von Traffic, für den Linkaufbau oder zur Stärkung der Marke?

7. Link-Know-how prüfen

 Lassen Sie sich im Detail erklären, auf welche Weise die Agentur für Sie Backlinks aufbaut und halten Sie diese Vereinbarung auch im Vertrag fest, wenn es zu einer Zusammenarbeit kommt. Die Erfahrung und Kompetenz der SEO-Agentur in diesem Bereich ist entscheidend, denn gerade beim Linkaufbau können Fehler und eine unprofessionelle, veraltete Vorgehensweise schwerwiegende Konsequenzen bis hin zur Abstrafung Ihrer Website durch die Suchmaschinen nach sich ziehen.

Auch das Honorarmodell in Bezug auf den Linkaufbau sollte thematisiert werden. Bietet Ihnen der Anbieter primär Kauflinks an und will diese separat abrechnen? Von einer Bezahlung nach Anzahl der Links ist prinzipiell eher abzuraten, da dies oft dazu führt, dass lediglich möglichst schnell Links aufgebaut werden, ohne auf die Qualität zu achten. Auf lange Sicht besser fahren Sie mit aufwandsorientierten Modellen, bei denen hochwertige Backlinks im Mittelpunkt stehen.

8. Technik-Know-how prüfen

Neben Content und Linkkauf spielen auch technische Aspekte eine wichtige Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung, etwa durch Verbesserung des Quellcodes der Website oder die richtige Serverkonfiguration. Prüfen Sie, inwiefern die Agentur inhouse über Know-how für die technische Optimierung Ihrer Website verfügt. Ist entsprechende Programmierungs-Kompetenz vorhanden und kann Ihnen die Agentur Beispiele für erfolgreiche Technik-Optimierungen aus konkreten Kundenprojekten präsentieren?

9. Abstimmung und Reporting

Um festzustellen, welche Ziele und Erfolge erreicht wurden, sind regelmäßige Berichte und Reportings zur Performance der Agentur wichtig.

Neben der Übermittlung der reinen Zahlen sollte außerdem die Möglichkeit zu einer regelmäßigen persönlichen Abstimmung mit den verantwortlichen Ansprechpartnern in der Agentur gegeben sein.

10. Garantien hinterfragen

Versprechungen und Garantien zu bestimmten Platzierungen in den Suchergebnissen und damit verbundenen Erfolgen mögen für SEO-Laien verlockend klingen, sind aber vor allem eines: unseriös. Unterbreitet Ihnen ein Dienstleister ein solches Angebot, sollten Sie daher skeptisch sein. Besser ist es, sich anhand von Kompetenz und nachweisbaren Erfolgen in vergleichbaren Projekten für eine SEO-Agentur zu entscheiden.

 

Quelle: Online Solutions Group

Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenoptimierung, Google, SEO-Agentur

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