06.04.2016 | Führungskräfte

Warum Marketing Manager nicht mehr auf einen Berater verzichten können

Bei Entscheidung zu digitalen Themen fühlen sich viele Marketing Manager allein gelassen.
Bild: Veer Inc.

58 Prozent der Marketing Manager zweifeln im Umgang mit digitalen Themen ihre eigenen Entscheidungen an, scheuen sich aber, intern Rat einzuholen. Denn sie befürchten, ihr Gesicht zu verlieren. Sie wünschen sich einen Berater auf Augenhöhe, um sich bei zweifelhaften Entscheidungen rückversichern zu können. So eine Studie.

Reaktionsschnelle im Online-Marketing, Messbarkeit von Erfolg im Online-Marketing und die Steigerung der Akzeptanz digitaler Strategien im Unternehmen bereiten den Marketing Managern besonders großes Kopfzerbrechen. Dabei ist digitales Marketing schon längst kein Trend mehr, sondern Kernaufgabe. Nur 46 Prozent der Befragten trauen sich zu, die für das Unternehmen am besten geeigneten Kommunikationskanäle auszuwählen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Marketing Executive Sparring" von Nextbrand und Gedankenfabrik.

"Viele Marketing-Manager bringen heute ein Grundverständnis digitaler Themen mit. Doch das reicht nicht in die Tiefe und zudem fehlt klassisches Markenhandwerkszeug", sagt Ralf Klein-Bölting von Nextbrand. So werden die Schwächen der Manager selbst bei Basisthemen wie Erfolgsmessung und Budgetplanung deutlich.

Gesichtsverlust oder Fehlentscheidung

Unter großem Druck und in kürzester Zeit müssen 80 Prozent der Marketing Manager Entscheidungen fällen. 58 Prozent der Befragten geben zu, eine vergangene Entscheidung gerne wieder revidieren zu wollen. In diesem Zusammenhang wünschen sich drei Viertel der Manager einen Berater an ihrer Seite - besonders bei der Entwicklung neuer Marketingstrategien und Jahrespläne sowie der fachlichen Beurteilung von Konzepten für Vorgesetzte. "Doch die gibt es in vielen Unternehmen nicht", sagt Klein-Bölting. Dabei wissen 43 Prozent der Manager, wen sie im Unternehmen kontaktieren müssten, um sich beraten zu lassen. Doch sich fachliche Unterstützung einzuholen, werde in den Unternehmen als Gesichtsverlust wahrgenommen, kommentieren einige Manager.


Es wurden 105 Marketing-Führungskräfte mit Personal- und Budgetverantwortung sowie leitende Marketing-Angestellte aus Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern befragt (>70 Prozent ab 250 Mitarbeiter).


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Schlagworte zum Thema:  Beratung, Marketing, Digital

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