30.01.2013 | Markenstudie

Ostdeutsche gehen zu Kaufland, Westdeutsche zu Aldi

In Leipzig hat Aldi gegen Kaufland keine Chance.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenn Ost- und Westdeutsche einkaufen gehen, steuern sie verschiedene Geschäfte an. Während Ostdeutsche SB-Warenhäuser bevorzugen, kaufen Westdeutsche am liebsten im Supermarkt. Für beide gilt aber: Möglichst günstig soll es sein. So das Ergebnis einer Studie von MDR-Werbung und dem IMK Institut.

Fast zwei Drittel der Deutschen insgesamt kaufen am häufigsten beim Discounter. Während jedoch im Osten SB-Warenhäuser in der Gunst der Verbraucher vorne liegen, sind es im Westen Supermärkte. Demnach steuern Konsumenten im Osten bevorzugt Kaufland (33,1 Prozent), Netto (27,4 Prozent) und Lidl (21,5 Prozent) an. Im Westen sind die führenden Märkte Aldi (39,2 Prozent), Edeka (32 Prozent) und Rewe (24 Prozent). Wer in einem bestimmten Gebiet die Umsätze steigern wolle, müsse die entsprechenden Handelskanäle nutzen, so das Fazit von Niels von Haken, Geschäftsführer MDR-Werbung.

Außerdem schlage sich die Verbraucherstruktur im Einkaufsverhalten nieder, ergänzt der Geschäftsführer des IMK Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung. Mehr Singles und mehr Zweipersonenhaushalte schlügen sich im Einkaufsverhalten nieder. Denn wer nur für ein oder zwei Personen einkauft, erledigt dies in der Regel nur einmal in der Woche.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Ost und West ticken anders, zumindest wenn es um den Einkauf beim Discounter geht. Je älter die Befragten im Osten, desto lieber gehen sie zum Discounter. Im Westen ist es hingegen genau umgekehrt.

Für die West-Ost-Markenstudie (WOM) waren je 1.000 Verbraucher befragt worden.

Schlagworte zum Thema:  Handel, Marketing

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