21.10.2014 | IT-Sicherheit

Cyberkriminelle wollen an Kundendaten

Das Thema Sicherheit ist in den Unternehmen Chefsache. Trotzdem sinken die Ausgaben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Zahl der Hackerangriffe auf Unternehmen ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Aktuelle Zahlen liefert nun die Studie "Global State of Information Security 2015“ von Pwc. Besonders interessant sind für Cyberkriminelle demnach die Kundendaten.

Für die weltweite Erhebung, die Pwc in Zusammenarbeit mit den Fachmagazinen CIO und CSO durchgeführt hat, wurden 9800 IT-Verantwortliche verschiedener Branchen in 154 Ländern befragt, darunter 434 aus Deutschland. Demnach ist die Zahl der Angriffe auf die IT-Sicherheit 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf 42,8 Millionen angestiegen. Dies entspricht 117.330 Angriffen pro Tag. Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit denen aus 2009 zeigt sich, dass die Zahl der Hackerangriffe seitdem sogar um 66 Prozent gestiegen sind.

In den meisten Unternehmen sei das Thema deshalb Chefsache, sagt Derk Fischer, Experte für Informationssicherheit bei Pwc. Außerdem würden sich immer mehr Firmen gegen Cyber-Schäden versichern. An Mehrinvestitionen in eine sichere IT-Landschaft wird dennoch nicht gedacht. Zwar nehmen 48 Prozent der Befragten die Risiken deutlich stärker wahr, die Ausgaben in die Sicherheit sind im vergangenen Jahr dennoch um vier Prozent gesunken.

Insbesondere in Europa haben die Befragten einen signifikanten Anstieg von Cyberkriminalität beobachtet. Hierzulande ist die Zahl der aufgedeckten Angriffe um 41 Prozent gestiegen, wobei große Unternehmen häufiger betroffen sind als kleine Betriebe.

Besonders interessant scheinen Hackern Handelsstrategien, geistiges Eigentum (Produktdesign) sowie Kundendaten. Der Studie zufolge entstand allein 2013 ein Verlust von geschätzten 2,7 Millionen Dollar pro Angriff. Dabei geschehen nicht alle Angriffe vorsätzlich. Oft sind es die Mitarbeiter, die unbewusst Opfer von Phishing-Angriffen werden oder ihr Unternehmen durch den Verlust von mobilen Endgeräten gefährden. 

Schlagworte zum Thema:  Internet, Online-Marketing, Datenschutz, Database

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